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Frankfurt: Bieter uneins über Multifunktionshalle am Kaiserlei

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Zumindest ein Unternehmen aus dem Bieterkonsortium für eine Multifunktionshalle am Kaiserlei hätte noch Interesse, diese zu bauen. Doch die SPD drängt in eine ganz andere Richtung.

Nachdem das Bieterkonsortium Langano kein finales Angebot für den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei abgegeben hat, zeigt sich die Sportbusiness-Agentur Lagardère – die selbst dem Konsortium um Hannover Leasing und BAM Sports angehörte – über diesen Schritt sehr überrascht. „Wir waren hier auf einem sehr guten Weg, mit der Stadt eine Lösung zu realisieren, die Frankfurt eine komplett privat finanzierte Arena sowie mehrere Millionen Pachtzahlungen garantiert hätte“, sagt Robert Müller von Vultejus, Geschäftsführer von Lagardère Sports Germany. Auch er habe erst am Mittwoch, also zwei Tage nach Ablauf der Frist erfahren, dass Langano nicht wie besprochen ein überarbeitetes Angebot vorgelegt habe.

Für die Abgabe der Unterlagen sei Langano, eine Tochter der Hannover Leasing, verantwortlich gewesen, teilt das Unternehmen weiter mit. Lagardère selbst habe dagegen als Nachunternehmen, das die Halle betreiben und vermarkten wollte, keine Möglichkeit gehabt, direkt ein Angebot abzugeben, heißt es.

SPD will Schule statt Halle

Lagardère betont in der Stellungnahme, immer noch Interesse an dem Projekt zu haben. Man stehe weiter zu den mit der Stadt Frankfurt und Langano besprochenen Zusagen und werde, sobald dies in Zukunft möglich sei, jederzeit wieder für Gespräche mit der Stadt zur Verfügung stehen, heißt es.

Die Büroleiterin von Sportdezernent Markus Frank (CDU), Andrea Brandl, hält das allerdings für schwer vorstellbar. Sie betont auf Anfrage, die Stadt werde sich an die Verfahrensregeln halten. Daher werde sie nun Gespräche mit der Anschütz Group aufnehmen, dem zweiten Bieter, der aus dem Verfahren als geeignet hervorgegangen war. Alles andere wäre auch nicht fair, sagte sie.

Die SPD im Römer drängt dagegen darauf, die Pläne für den Bau einer Halle am Kaiserlei aufzugeben und fordert, dass Baudezernent Jan Schneider (CDU) umgehend und vertieft prüft, ob das Areal als Standort der Europäischen Schule infrage kommt. Diese platze aus allen Nähten, gleichzeitig warteten die benachbarten Ernst-Reuter-Schulen so lange auf ihre Sanierung und Erweiterung. Ähnlich argumentiert die FDP. Dort heißt es, das Areal am Kaiserlei sei ein idealer Standort für die Europäische Schule.

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