Günthersburghöfe 

Frankfurt: Betriebshof macht Platz für 520 Wohnungen im Nordend

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Die Wohnungsgesellschaft ABG soll ein Betriebshof-Areal an der Hungener Straße im Frankfurter Nordend bebauen dürfen. 520 Wohnungen sollen entstehen, davon 75 Prozent gefördert.

Der Bau des neuen Wohngebiets „Günthersburghöfe“ östlich der Friedberger Landstraße im Nordend rückt etwas näher. Der Magistrat hat beschlossen, der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding ein Erbbaurecht für ein rund 8200 Quadratmeter großes Grundstück an der Hungener Straße zu erteilen. Diese will in einem ersten Bauabschnitt 520 Wohnungen in dem Gebiet südlich des Wasserparks errichten. Bei 75 Prozent soll es sich um geförderten Wohnraum handeln, beim verbleibenden Viertel um frei finanzierte Mietwohnungen.

In einem zweiten Bauabschnitt will die ABG, wie ihr Chef Frank Junker der FR sagte, weitere 120 Mietwohnungen bauen, von denen 46 Prozent gefördert werden sollen.

Die ABG muss nach der Vereinbarung mit der Stadt die Verlagerung des bisher an der Hungener Straße befindlichen Betriebshofs des Amts für Straßenbau und Erschließung organisieren. Sie steht in Verhandlungen zum Kauf eines Ersatz-Grundstücks im Gutleutviertel.

Mit dem städtischen Grundstück an der Hungener Straße leiste die Stadt einen wichtigen Beitrag, um Flächen für den Wohnungsbau bereitzustellen, sagt Baudezernent Jan Schneider (CDU). Frank Junker spricht von einem „Schub für das geplante Entwicklungsgebiet“. Dort werde die ABG mit erheblichen Investitionen die Versorgung mit Wohnraum verbessern.

Wo genau die ABG bauen wird, ist noch offen. Sie wird das frei werdende Grundstück in das Umlegungsverfahren einbringen, das parallel zur Arbeit am Bebauungsplan für das Quartier „Friedberger Landstraße/Südlich des Wasserparks“ läuft. In diesem Verfahren werden die Flächen im Gebiet, in dem etwa 1500 Wohnungen entstehen könnten, geordnet. Etwa ein Drittel von diesen gehört der Stadt, einen noch größeren Anteil hat sich der Projektentwickler Instone gesichert.

Der Bebauungsplan, dessen Aufstellung die Stadtverordneten bereits 2016 beschlossen haben, soll, wie es im Planungsdezernat heißt, dieses Jahr öffentlich ausgelegt werden. Die Arbeiten an dem Wohngebiet könnten dann eventuell im kommenden Jahr beginnen, sagte Sprecher Mark Gellert.

Mehrere Bürgerinitiativen kritisieren die Bebauung des von Gärten dominierten Gebiets scharf, warnen etwa vor Auswirkungen auf Umwelt und Stadtklima. Der Bau der Günthersburghöfe werde die Stadt für Generationen schädigen, hieß es jüngst in einer Mitteilung der Initiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark.

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