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Arief Imanuwarta betreibt seit 1982 das Rotlint-Café im Nordend. Mitte April hört der 69-Jährige auf und damit verschwindet eine „Institution“ des ehemals studentischen und grünen Nordends.
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Arief Imanuwarta betreibt seit 1982 das Rotlint-Café im Nordend. Mitte April hört der 69-Jährige auf und damit verschwindet eine „Institution“ des ehemals studentischen und grünen Nordends.

Gastronomie

Frankfurt: Betreiber von Café Rotlint hört nach 39 Jahren auf - wegen Corona

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Lange war es das Stammlokal der Grünen, auch sonst ist das Café Rotlint ein beliebter Ort für Jung und Alt in Frankfurt. Nun geht Arief Imanuwarta in Rente.

Frankfurt am Main - Das Ende einer Ära: Der langjährige Betreiber und das Gesicht des Rotlint-Cafés Arief Imanuwarta hört Mitte April auf. „Ich gehe in Rente. Ohne die Corona-Pandemie hätte ich weitergemacht, aber momentan gibt es zu wenig Perspektive, kein Licht am Ende des Tunnels“, sagte der 69-Jährige der Frankfurter Rundschau am Freitag.

Café Rotlint in Frankfurt soll bleiben – Verhandlungen laufen bereits

Seit 1982 betreibt er das beliebte Café im Nordend, das auch ein Stammlokal der Grünen und Persönlichkeiten wie Johnny Klinke oder Daniel Cohn-Bendit war. Vor der Landtagswahl in Hessen 2018 kam sogar Robert Habeck, der Bundesvorsitzende der Grünen, zum Wahlkampf ins Café Rotlint. „Ich bin traurig. Ich hätte gerne meinen 70. Geburtstag und meine 40 Jahre als Betreiber des Cafés nächstes Jahr hier gefeiert. Gleichzeitig bin ich aber auch glücklich, weil ich dann mehr Zeit für meine drei Enkel haben werde“, sagt der gebürtige Indonesier. Das Café soll aber bleiben. „Momentan laufen Verhandlungen zwischen dem Vermieter und Nachfolgern, die das Café übernehmen wollen“, so Imanuwarta.

Besitzer des Café Rotlint wollte es eigentlich nur für zehn Jahre betreiben

Das Rotlint war 1933 von der Konditorfamilie Hübner eröffnet worden. „Es war in den 30er-Jahren ein bekanntes rotes Café, ein Ort, wo sich Menschen trafen, die gegen das Hitler-Regime waren.“ Aus Altersgründen gab die Familie Hübner 1978 die Konditorei auf. Vier Jahre lang war das Café geschlossen, bis Arief Imanuwarta es dann übernahm. „Eigentlich wollte ich es nur zehn Jahre machen, aber die Arbeit im Café gefiel mir einfach zu gut“, sagt er. 1985 hatte er es vergrößert, aber verkleinerte es dann im Jahr 2000 allein auf die Hausnummer 58. (rose)

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