Matthias Renner hat einen Roman verfasst und die FR-Gemeinde eingeladen, das Buch probezulesen.
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Matthias Renner hat einen Roman verfasst und die FR-Gemeinde eingeladen, das Buch probezulesen.

Corona-Homestory

Frankfurt: Ein besseres Buch dank Corona

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Wie die FR-Gemeinde aus unserer Homestory-Serie einen Autor unterstützte. Die Testlesenden gaben wertvolle Tipps - aber der Roman muss noch ein wenig warten.

Keiner mag Corona, aber alle helfen einander, durch diese anstrengende Zeit zu kommen: Das schuf für einige Wochen eine schöne Gemeinsamkeit, fast täglich hier nachzulesen in unserer Corona-Homestory mit Tipps für Daheimbleiber. Einer bot damals etwas ganz Besonderes an: Matthias Renner. Der Frankfurter Autor lud dazu ein, den Vorabdruck seines neuen Buchs „testzulesen“.

Was wurde daraus? Die Idee kam an. „Ich habe insgesamt etwas über 50 Anfragen bekommen“, berichtet Renner, „davon sechs von Männern.“ Ursprünglich wollte er nur zehn Exemplare verschicken, aber wegen des großen Interesses stockte er auf, sodass er wenigstens die Hälfte der Nachfrage befriedigen konnte.

Also lasen in den vergangenen Wochen viele FR-Leserinnen und auch einige FR-Leser den Roman „Frühling in Katalonien“. Es geht, grob gesagt, um ein junges Paar auf der Suche nach Sinn im Leben. Als etwas sich anders entwickelt als erhofft, reist Lena allein nach Katalonien ans Mittelmeer, um Gedanken zu sortieren. Dort kommt sie mit Leuten ins Gespräch über dieses und jenes, auch über soziale Fragen und die Gesellschaft, in der wir leben.

Die Abmachung war: Renner schickt die Bücher, die Testlesenden geben eine Einschätzung, was sie von der Geschichte halten. „Für mich war die Aktion ein voller Erfolg“, sagt der Autor, „gerade weil die FR-Leser und -Leserinnen sehr engagiert waren und wirklich sehr detailliert Feedback gegeben haben.“ Drei Viertel der „Jury“ schickten Anmerkungen.

Passt die Sprache zur Zielgruppe?

„Die Personen sind gut gezeichnet – und mir persönlich wachsen während der Lektüre Ben und Hannah ans Herz“, urteilt eine Leserin. „Wenn Sie sie treffen, herzliche Grüße.“ Sie hat einen Tipp: „Musik spielt in dem Buch eine besondere Rolle und begleitet die Protagonisten. Wie wäre es mit einer Playlist im Anhang?“ Sie hinterfragt: Ob denn die Sprache zur vermuteten jungen Zielgruppe passt? „Kürzen und zusammenschmelzen“, empfiehlt sie. Und lobt: „Sie schaffen es, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen – und das finde ich richtig gut.“

„Das Buch hat einen gelungenen Spannungsaufbau“, schreibt eine weitere Testleserin. „Es hat mich in die Handlung hineingezogen, und ich war gespannt auf den Grund für Lenas Handlungen und den Ausgang der Geschichte.“ Noch eine Meinung: „Die Erkenntnis, dass man sich selbst immer mitnimmt, wenn man verreist, und auch dort nicht lernen kann, eine bessere Version von sich selbst zu werden. Dieser Gedanke gefällt mir sehr gut – und stellt das menschliche Reisen noch einmal grundsätzlich in seiner Motivation infrage.“

Matthias Renner dankt allen: „Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie groß das Interesse und die Mühe der Leserinnen und Leser waren.“ Er schreibt nun einige Stellen seines Buchs aufgrund der Hinweise um. Allzu weit ist er damit aber noch nicht gekommen – er hatte noch etwas anderes zu tun. In dieser Woche erschienen seine „Geschichten aus Felixhausen“, ein Bilderbuch über einen kleinen Jungen, der in seiner Fantasie, in Felixhausen, alles sein kann, was er möchte. Da ist die Zielgruppe dann noch ein wenig jünger.

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