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Solidarität mit der Besetzung des ehemaligen Tibethauses.

Räumung des ehemaligen Tibethauses

Frankfurt: Besetzung beendet - um 17 Uhr Kundgebung auf dem Hülya-Platz

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In den frühen Morgenstunden räumt die Polizei das besetzte ehemalige Tibethaus. Es wird gerätselt, wer die Eigentümer des Gebäudes sind. 

Schon vor Morgengrauen kam die Polizei. Um sechs Uhr begann der Einsatz zur Räumung des von Wohn-Aktivisten besetzten Hauses Friesengasse 13 im Frankfurter Stadtteil Bockenheim. In der Dunkelheit und im Regen trafen die Beamtinnen und Beamten acht Personen vor der Tür des sogenannten „Tibethauses“ an, etwa ein Dutzend weitere im Inneren des ehemaligen Backhauses aus dem 19. Jahrhundert.

Räumung soll friedlich gewesen sein

Die Besetzer wurden weggetragen und zur Feststellung ihrer Personalien zum Polizeipräsidium gebracht. Ein Polizeisprecher sagte der FR vor Ort, die Besitzer des Gebäudes hätten Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. Daraufhin sei man tätig geworden.

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Die Räumung wurde von beiden Seiten als relativ friedlich eingeschätzt. „Es wäre allerdings nicht nötig gewesen, die Leute über den Boden zu schleifen“, sagte ein junger Anwohner. Viele Menschen aus der Umgebung des Hauses versammelten sich im Morgengrauen vor dem Gebäude, um ihre Solidarität zu zeigen.

Frankfurt-Bockenheim - Rätsel um den Eigentümer des Backhauses

Mit ihrer Besetzung hatten die Aktivisten der Gruppe „Social Hub“ vor allem verhindern wollen, dass auf dem Grundstück teure Eigentumswohnungen entstehen. Bei einer improvisierten Pressekonferenz im strömenden Regen forderte Anette Mönich von der Initiative Zukunft Bockenheim, dass die Stadt Frankfurt endlich das leerstehende Gebäude erwerben solle. „So kann eine gewinnbringende Aufstockung verhindert werden.“

Derzeit wird gerätselt, wer die Bauten auf dem Grundstück Friesengasse erworben hat. Anwohner berichteten der FR, dass die Käufer für das Geschäft eigens eine GmbH gegründet hätten. Für 17 Uhr rufen die Besetzer und die Bürgerinitiativen zu einer Kundgebung auf dem Hülya-Platz in Bockenheim auf.

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