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Frankfurt: Benefiz für beeinträchtigte Kinder

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Von: George Grodensky

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Renate Zott, Präsidentin des Lions Club Alte Oper Frankfurt, zeigt vorab den Udo Lindenberg.
Renate Zott, Präsidentin des Lions Club Alte Oper Frankfurt, zeigt vorab den Udo Lindenberg. © Peter Jülich

Der Lions Club Frankfurt Alte Oper feiert 25-Jähriges und sammelt Geld für einen Spielplatz am Kinderhaus Frank.

Der Lions-Club Alte Oper bittet nach zwei Jahren Corona-Pause wieder zu einer großen Benefizgala ins Hotel Westin Grand. Am Samstag, 15. Oktober, 18 Uhr, lockt ein Programm aus E- und U-Musik, etwas Ballett, einer Tombola. Außerdem stellen die Walentowski Galerien zwei Originale für eine Versteigerung zur Verfügung.

„Herzplanet“ von Jürgen Kadel, auch als Honk bekannt, zeigt ein buntes Kuddelmuddel mit Planet und Figürchen. Das zweite Bild hat Udo Lindenberg gemalt, darauf zu sehen: Udo mit Hut und mit Glas in der Hand. „Ahoi“, sagt er und „No Panic“.

Das Mindestgebot für Lindenberg liegt bei 4000, für Kadel bei 1500 Euro. „Wert sind sie weitaus mehr“, findet Renate Zott, die in diesem Jahr Präsidentin des Lions-Clubs und somit verantwortlich für die Gala ist. Kadel habe sein Bild eigens für dieses Spendenprojekt gemalt, sagt Zott erfreut. Der Erlös aus Tombola, Eintritt und Versteigerung geht an eine integrative Einrichtung in Frankfurt-Sossenheim.

Auf dem Grundstück des ehemaligen Kinderhauses Frank im Dunantring 41 entsteht bis 2023 ein Wohnhaus für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung. Geplant sind sechs Wohngruppen auf zwei Etagen mit 24 Wohn- und zwei Kurzzeitplätzen. Es wird auch eine kleine Tagesstätte geben, die für therapeutische und schulische Angebote genutzt werden kann.

Das Konzept gefalle ihr, weil es Begegnungen der Bewohnerinnen und Bewohner mit den Kindern aus der Nachbarschaft ermögliche. „Das hilft, Berührungsängste abzubauen und das soziale Miteinander zu fördern“, sagt Zott. Außerdem hole es die beeinträchtigten Kinder aus der Unsichtbarkeit heraus.

Die Baukosten teilen sich die Stadt Frankfurt und der Träger, das Sankt Vincenzstift. Was noch fehlt, ist ein Outdoorspielplatz für die Kinder. Dafür sammeln die Lions mit ihrer Gala. Günstig ist so ein Spielplatz nicht. „Dafür gibt es besondere Anforderungen“, erläutert Zott. Etwa, dass man sich nicht an den Geräten verletzen kann oder dass sie mit dem Rollstuhl zu erreichen sind. Die Mindestpreise liegen bei 5000 Euro – nur für ein Spielgerät, sagt Zott.

Da trifft es sich gut, dass die Lions in diesem Jahr besonders zum Feiern und damit Spendensammeln aufgelegt sind. Der Club Alte Oper existiert seit 25 Jahren, begeht mit der Gala also ein Jubiläum. 44 Frauen bilden den Club, ihr Motto lautet „Frauen helfen Frauen und deren Kindern in Frankfurt“.

So haben sie in den vergangenen 25 Jahren gut 847 000 Euro an Spenden gesammelt. Unterstützt haben sie mit diesem Geld alleinerziehende Mütter und beeinträchtigte Kinder, das Frauenhaus Fechenheim, den Kinderschutzbund Frankfurt, auch das ambulante Kinderhospiz in Frankfurt.

Den Fokus auf die Heimat legen die Damen ganz bewusst. Natürlich gebe es überall auf der Welt Leid und hilfsbedürftige Menschen, sagt Zott. Darüber dürfe man aber nicht die Bedürftigen vor der eigenen Haustür vergessen.

Die Reaktionen auf das Förderprojekt 2022, „Mittendrin statt nur am Rand – Wenn Beeinträchtigung den Lebensweg durchkreuzt“, seien jetzt schon überwältigend, berichtet Zott. Als Dank an alle Spenderinnen und Spender verspricht sie eine Gala, die „alle Sinne“ der Gäste ansprechen soll. Ein Augen- und Ohrenschmaus werde das sein.

25 Jahre Lions-Club Frankfurt-Alte Oper, Samstag, 15. Oktober, 18 Uhr, Hotel The Westin Grand, Konrad-Adenauer-Straße 7. Karten kosten 140 Euro. kontakt@lcfrankfurtalteoper.com

www.lcfrankfurtalteoper.com

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