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Das Osthafengelände weckt Begehrlichkeiten. Investoren würden dort, ganz in Nähe der EZB, gerne Wohnungen bauen. Foto: Rolf Oeser
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Das Osthafengelände weckt Begehrlichkeiten. Investoren würden dort, ganz in Nähe der EZB, gerne Wohnungen bauen.

Wirtschaft

Frankfurt: Bekenntnis zu Osthafen gefordert

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Hafenanlieger und die IHK warnen die neue Stadtregierung in Frankfurt vor einer anderweitigen Nutzung des Osthafens. Dabei stützen sie sich auf eine Studie.

Die Gemeinschaft Frankfurter Hafenanlieger und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt fordern die sich abzeichnende neue Koalition im Römer auf, sich klar zum Erhalt des Osthafens zu bekennen. Mit dem Brief, der an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von Grünen, SPD, FDP und Volt ging, reagieren sie auf Diskussionen, auf dem Areal auch etwa Wohnungsbau zuzulassen.

Zwar hat die Stadt den Osthafen bis 2050 als Gewerbegebiet gesichert. Immer wieder aufkommende „Störfeuer“ hätten aber regelmäßig zu großer Verunsicherung bei den Hafenanliegern und Unternehmen, die Interesse an einer Ansiedlung haben, geführt und Investitionen infrage gestellt, heißt es in dem Schreiben. Einen Vorstoß von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), den Osthafen auch für das Wohnen zu öffnen, hatten die Anlieger bereits im vorigen Sommer scharf kritisiert.

Eine von IHK und Anliegern in Auftrag gegebene Studie der Hochschule Fulda untermauert nach ihrer Ansicht nun die Bedeutung des Osthafens als Logistik- und Industriestandort für Frankfurt. Demnach dienen 45 Prozent der dort ankommenden Güter der Versorgung der Stadt, werden etwa auf den vielen Baustellen in Frankfurt benötigt. Bei den Gütern, die den Osthafen verlassen, stamme ein Drittel aus Frankfurt. Dabei handele es sich zum Beispiel um Erdaushub.

Die 37 Unternehmen, die sich an der Befragung beteiligten, rechnen im Schnitt damit, dass die Transportmengen im Osthafen trotz der Corona-Krise bis 2025 um bis zu 20 Prozent steigen. Nur rund ein Drittel der befragten Betriebe nutzt die Hafenbecken. Von diesen benötigen aber mehr als 90 Prozent den Wasserweg mehrmals wöchentlich, die Hälfte täglich. Schon jetzt wären der Studie nach bereits rund 47 500 Lastwagen zusätzlich im Monat nötig, wenn nur diese Betriebe ihre Waren über die Straßen transportierten.

Schon diese Zahl zeigt nach Ansicht von IHK-Präsident Ulrich Caspar, dass der Hafen von ökologisch herausragender Bedeutung ist. Christian Eichmeier, Vorstandschef der Gemeinschaft der Hafenanlieger, bezeichnete diesen am Mittwoch als unverzichtbar für den Weg zur klimaneutralen Stadt.

IHK und Hafenanlieger wiesen zudem auf die Absicht der Unternehmen im Osthafen hin, den Personalbestand aufzubauen und zum Teil kräftig zu investieren. Die an der Befragung teilnehmenden Unternehmen, die zusammen mehr als 2500 Beschäftigte haben, wollen laut Studie die Zahl der Arbeitsplätze bis 2025 im Schnitt um neun Prozent erhöhen. Eichmeier hob nicht zuletzt hervor, dass es am Hafen auch Beschäftigungschancen für Ungelernte gebe.

Insgesamt gebe es auf dem Gelände rund 10 000 Beschäftigte, hieß es. Noch 2008 seien es lediglich 8000 gewesen.

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