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Mandelkönigin in Frankfurt: Bekannte Schaustellerin Hilde Ries ist gestorben

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Von: Kathrin Rosendorff

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Hilde Ries im Jahr 2014. Sie spendete vom Verkauf auch einen Teil zu Gunsten der FR-Altenhilfe.
Hilde Ries im Jahr 2014. Sie spendete vom Verkauf auch einen Teil zu Gunsten der FR-Altenhilfe. © Renate Hoyer

Schaustellerin Hilde Ries verkaufte fast 60 Jahre Süßigkeiten auf Festen wie der Dippemess. Jetzt ist sie nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben.

Frankfurt am Main - Die Trauer ist groß: Viele kannten sie als die Mandelkönigin, für andere war sie eine Institution: Die Schaustellerin Hilde Ries, die 56 Jahre lang Mandeln auf Festen wie dem Frankfurter Weihnachtsmarkt oder der Dippemess verkaufte, ist am Mittwoch (25. Mai) im Alter von 76 Jahren gestorben. Das bestätigt ihr Enkelsohn Christian Ries der FR am Freitag (27. Mai). „Sie war sehr krank, aber sie kämpfte bis zum Schluss für ihr Lebenswerk. Bis letztes Jahr hat sie noch weitergearbeitet“, erzählt der 30-Jährige. Hilde Ries lebte von Geburt an in Steinbach, die Lagerhalle der Süßigkeiten ist in Kronberg, der Firmensitz in Frankfurt.

Ende vergangenes Jahres sei zuerst sein Großvater gestorben, danach habe die Großmutter sehr abgebaut. „Wir hatten gehofft, dass sie noch paar Monate länger lebt.“ Ries hinterlässt einen Sohn, drei Enkelkinder und drei Urenkelkinder.

Frankfurt: Mandelkönigin und bekannte Schaustellerin gestorben

Wie würde er seine Großmutter in seinen eigenen Worten beschreiben? „Sie war eine toughe, aber auch sehr sozial engagierte Frau. Was sie wollte, hat sie auch bekommen.“ Angefangen hat alles 1962 mit ihrem Mann Horst Ries. Seine Eltern hatten ein Karussell und eine Schiffschaukel betrieben, dann machte er seinen eigenen Stand mit süßen Mandeln auf. „Der hat ihn noch selbst gebaut“, sagte Hilde Ries der FR im Jahr 2012.

Die gelernte Fleischereifachverkäuferin, die ihren Mann 1964 kennengelernt hatte, stieg nach der Hochzeit 1965 in den Betrieb ein. In seinen Verkaufshäuschen bietet der Familienbetrieb auch Dinge wie Magenbrot, Bethmännchen und Lebkuchenherzen an. Die gebrannten Mandeln bleiben aber immer das Kerngeschäft. „Wir sind unheimlich viel herumgefahren“, erzählte Hilde Ries einst der FR. Auf dem Weihnachtsmarkt der englischen Partnerstadt Birmingham zählte sie zu den Pionieren.

„Sie wird extrem fehlen“: Aus Frankfurt bekannte Schaustellerin gestorben

Kurt Stroscher von der Tourismus und Congress GmbH, kannte sie viele Jahre und bezeichnet sich selbst als engen Vertrauten: „Sie wird extrem fehlen. Für mich war sie ein Phänomen. Eine Frau mit Ecken und Kanten, immer geradeaus und gleichzeitig herzensgut.“ Er habe Jahre gebraucht, bis er verstanden habe, dass es ihr „Ein und Alles war auf den Plätzen zu sein“, selbst dann, wenn das wirtschaftlich nicht immer rentabel gewesen sei. Die Stadtgesellschaft wie Ex-OB Petra Roth habe sich an ihrem Stand wie Zuhause gefühlt. Ries sei immer sehr großzügig gewesen. Jahrelang hat sie auch immer viel für die FR-Altenhilfe gespendet. Die Bürgermedaille war der verdiente Lohn.

Und nun? Enkel Christian Ries wird am Wäldchestag ohne seine geliebte Großmutter Mandeln verkaufen. „Ich will das Lebenswerk meiner Großeltern unbedingt fortführen.“ (Kathrin Rosendorff)

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