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Rote Farbe steigert Sicherbarkeit undSicherheitsgefühl von Radfahrern.
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Rote Farbe steigert Sicherbarkeit undSicherheitsgefühl von Radfahrern.

Verkehr

Frankfurt bei Fahrrad-Klimatest erstmals auf dem Siegertreppchen

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Frankfurt schneidet beim Fahrrad-Klimatest gut ab, weil die Konkurrenz schwächelt. Ärgernis aber sind Fahrraddiebstähle in der Stadt.

Erstmals in der Geschichte des Fahrradklimatests hat es Frankfurt auf einen der ersten Plätze geschafft. Unter den Großstädten schnitten nur Bremen (3,57) und Hannover (3,67) in dem am Dienstag veröffentlichten Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) besser ab. Unter den 14 Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern hat Frankfurt als einzige Stadt überhaupt ihren Notenschnitt verbessert. 2018 war Frankfurt von den an der Umfrage teilnehmenden Radfahrer:innen noch mit einer 3,94 bewertet worden. Beim ersten Klimatest 2003 hatte die Mainmetropole mit einer 4,26 abgeschnitten und war unter 34 Städten nur auf dem 23. Platz gelandet.

An der Umfrage zum Fahrradklimatest hatten sich in Frankfurt mehr als 2000 Menschen beteiligt. Die besten Noten vergaben sie in den Kategorien „gestattetes Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße“ (1,8), „Fahrradmitnahme im ÖPNV“ (2,4) und „Infrastruktur Radverkehrsnetz“ (2,5). Besonders schlecht schnitt Frankfurt bei Ampelschaltungen für Radfahrer:innen und Breite der Radwege (beide 4,8) ab. Allerdings sind die absoluten Noten im Städtevergleich nicht besonders aussagekräftig, da die meisten Großstädte noch schlechter wegkamen. Unterdurchschnittlich rangiert Frankfurt beim Fahrraddiebstahl und Konflikten mit Kraftfahrzeugen (beide 4,7) sowie beim Angebot öffentlicher Fahrräder (2,6).

Fahrraddiebstahl

In der Kategorie Fahrraddiebstahl scneidet Frankfurt besonders schlecht ab. Laut ADFC fanden einige Teilnehmende der Umfrage, die Polizei sei nicht sehr engagiert bei der Verfolgung dieser Delikte.

4407 Fahrräder wurden im vergangenen Jahr in Frankfurt als gestohlen gemeldet und damit 357 mehr als noch 2019. Die Drahtesel sind häufig „Opfer“, der Beschaffungskriminalität, da sie sich gut verkaufen oder ausschlachten lassen. Die Aufklärungsquote lag nur bei 6,2 Prozent. ote

Unter dem Strich steht eine Verbesserung, für die der ADFC vor allem den Magistrat lobt, der den Radentscheid konstruktiv umgesetzt habe. Den neuen und breiten Radweg auf der Friedberger Landstraße bezeichnet Bertram Giebeler vom ADFC Frankfurt in der Umsetzung als „regelrecht spektakulär“. An vielen Orten in der Stadt wurden Radwege in Gefahrenbereichen zur besseren Sichtbarkeit rot eingefärbt. Die Radfahrenden in der Stadt dankten es und bewerteten das „Sicherheitsgefühl“ nun mit 4,3 (2018: 4,5). Auch in der Kategorie Breite der Radwege kam es dadurch zu einer leichten Verbesserung. Stark verbessert hat sich die Wegweisung für Radfahrer:innen; die Präsenz der weiß-grünen Schilder im Stadtbild hat sich deutlich erhöht.

Nicht immer übrigens korrespondiert das Testergebnis mit der Expertenmeinung. So konstatiert Giebeler, bei den Falschparkkontrollen auf Radwegen habe sich Frankfurt dem Test zufolge „erstaunlicherweise verbessert“. Offenbar mache die neue Fahrradstaffel der Stadtpolizei zumindest subjektiv Eindruck.

Verbesserungspotenzial für Frankfurt sieht der ADFC vor allem außerhalb der Innenstadt. Der Magistrat habe sich bislang an den Vorgaben des Radentscheids orientiert, und die waren innenstadtlastig. Die Stadt hatte unlängst allerdings ein Konzept für Radwege im Westen und Süden angekündigt – auf dass Frankfurt seinen Platz auf dem Treppchen festigen kann.

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