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Im Metzlergarten am MMK entsteht ein Skulpturengarten mit Tiny Houses Foto: Christoph Boeckheler
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Im Metzlergarten am MMK entsteht ein Skulpturengarten mit Tiny Houses

Frankfurt: Begehbare Skulpturen im Metzlerpark

Ausstellung im Metzlerpark präsentiert kleine Häuschen zum Schauen und Übernachten

Im Metzlerpark hört man in diesen Tagen ein Hämmern und ein Sägen, weiße Bauzäune verdecken tiefe Baugruben und meterhohe Erdhügel. Der Grünflächenpark am Mainufer wird zum Schauplatz für eine begehbare Installation der etwas anderen Art umgebaut.

Im Metzlerpark öffnet demnächst die Ausstellung „Living in a Sculpture“ der Kunstinitiative „tinyBe“. Sechs der insgesamt acht Skulpturen bei Tag werden dabei zu bewohnbaren Domizilen in der Nacht. Die ersten bereits gebauten unterirdischen Eingänge lassen eine ungewöhnliche und futuristische Bauweise vermuten. Neben Betonkuppeln, Lehmhütten und Holzpavillons soll auch eine begehbare Skulptur aus Pilzen, dem nachhaltigen Zukunftsbaustoff, errichtet werden.

Die Ausstellung

Vor dem Casino-Anbau auf dem Campus Westend sind bis zum 24. Juni Hintergründe zur Ausstellung in einer Infobox einzusehen.

Mit Hilfe von Videobeiträgen von Wissenschaftler:innen des Forschungsverbunds wird über das Thema urbane Räume informiert. Vom 26. Juni bis zum 26. September können die bewohnbaren Skulpturen im Metzlerpark betrachtet werden. prah

Natürlich gibt die Ausstellung mehr her als eine reine Übernachtungsmöglichkeit. Kuratorin und Initiatorin Cornelia Saalfrank erläutert den Hintergrund: „Die Idee der Ausstellung ist, dass Kunst für die Besucher zur Begegnung wird. Indem sie Zeit darin verbringen, werden sie Teil des Projekts und nehmen Einfluss auf das Kunstwerk.“

Die visionären Skulpturen internationaler Künstler:innen sollen aufzeigen, wie Kunst neue Formen des Zusammenlebens inspiriert. Die Ausstellung greift aktuelle Debatten über die Zukunft von Wohnen und Arbeiten auf. „Was brauchen wir zum Leben? Wie minimalistisch kann der Alltag reduziert werden? Wir beschäftigen uns mit dem Thema städtische Entwicklung“, sagt Saalfrank. „Die Künstler konnten bei der Realisierung unabhängig und ohne architektonische Einengung über ihren Freiraum entscheiden.“ Soziokulturelle Herausforderungen und nicht zuletzt der ressourcenschonende Umgang mit Lebensräumen in künstlerisch und funktional gestalteten Kleinarchitekturen würden bald im Metzlerpark behandelt und diskutiert.

Das Projekt wird vom Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität wissenschaftlich begleitet. In der Mitte des Metzlerparks wird zudem ein ergänzender Ausstellungspavillon entstehen, der von Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach entworfen wird und als Gartentheater und Besucherzentrum dienen soll.

Die Kunstinitiative plant, die begehbare Ausstellung als Reihe in anderen deutschen Städten zu präsentieren. Die Ausstellung in Frankfurt macht den Anfang.

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