Kontroverse

Frankfurt: Becker fordert Absage von Veranstaltung

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Der Bürgermeister sieht bei der geplanten Podiumsdiskussion die BDS-Bewegung am Werk. Veranstalter wie Attac und Ärzteorganisation IPPNW sprechen von Meinungsfreiheit.

Bürgermeister Uwe Becker (CDU) fordert die Absage der Veranstaltung „Meinungsfreiheit statt Zensur“, die am Dienstag, 15. Oktober, im Titania in Bockenheim geplant ist. Sie biete der „antisemitischen BDS-Bewegung“ eine Plattform.

Veranstalter seien die Ärzteorganisation IPPNW, der Club Voltaire, Attac Frankfurt und das Palästina-Forum. Becker argumentiert, nach dem brutalen Anschlag von Halle sei es „völlig inakzeptabel“, dass „judenfeindliche Israelhasser“ aufträten.

Dirk Friedrichs, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac Deutschland, wies im Gespräch mit der FR die Vorwürfe zurück. „Ich stehe dem BDS sehr kritisch gegenüber.“ Eine Blockade von Israel sei kein probates Mittel, um die Probleme zu bewältigen. Der Attac-Sprecher fügte hinzu: „Aber ich finde es auch keine Lösung, einfach die Diskussion zu verweigern.“

Friedrichs sieht „keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem schrecklichen Anschlag von Halle“. Man biete auch „keine Bühne für Israelhasser“.

Der Attac-Sprecher lud Becker ausdrücklich zu der Podiumsdiskussion ein, die am 15. Oktober um 19 Uhr im Titania beginnen soll.

Matthias Jochheim von IPPNW Frankfurt sagte: „Uns geht es um Meinungsfreiheit.“ Die „Ärzte in sozialer Verantwortung“ träten nicht für die BDS-Bewegung ein, „sondern dafür, dass man darüber diskutieren darf“.

Unter dem Strich gehe es bei der Veranstaltung um Meinungsfreiheit.  

Update: Trotz der Kritik hat die Veranstaltung stattgefunden. Jetzt fordert Becker Konsequenzen für den Club Voltaire

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