Frankfurt

Uni Frankfurt: Bauzaun bleibt noch lange stehen

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Die Sanierung der Fassade am IG-Farben-Haus in Frankfurt soll erst 2022 beginnen. Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn nennt die Gründe dafür.

Es war im Jahr 2015, als die Frankfurter Rundschau einen Artikel über den baulichen Zustand der Goethe-Uni mit der Überschrift versah: „Am IG-Farben-Haus bröckelt der Putz“. Mehr als vier Jahre später ist die Fassade des Uni-Gebäudes auf dem Campus Westend noch immer nicht saniert, sondern nur durch einen Bauzaun gesichert.

Daran wird sich vorläufig auch nichts ändern. Das geht aus der Antwort der hessischen Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) auf eine Anfrage der AfD im Landtag hervor. „Es wird damit gerechnet, dass mit den baulichen Sanierungsmaßnahmen voraussichtlich im Jahr 2022 begonnen werden kann“, schreibt die Ministerin.

Der Grund: Die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität will die Reparatur der Fassade nach Dorns Angaben mit einer umfangreichen Sanierung des Gebäudes verbinden. Aus wirtschaftlichen Gründen halte sie „eine zeitgleiche Durchführung mit der anstehenden Sanierung der Fenster sowie einer Sanierung des Dachs für sinnvoll“. Geplant sei eine „Gesamtsanierung der Gebäudehülle in vier Bauabschnitten“.

Die AfD-Abgeordneten hatten beklagt, dass bisher „keine signifikanten Baumaßnahmen erkennbar“ seien. Das bestätigt Ministerin Dorn.

Die Planung sei „aufgrund der Besonderheiten des denkmalgeschützten Gebäudes und der Schwierigkeit der Maßnahmen sehr komplex und zeitaufwendig“, berichtet die Ministerin. Nach vorläufigen Schätzungen beliefen sich die Kosten auf 22,9 Millionen Euro. Das sei allerdings der Stand von Ende 2018.

Bis die gesamten Arbeiten in Angriff genommen werden, bleibt daher wohl das Provisorium. Die Sicherung von Portikus, Rotunde und dem Übergang zum Nebengebäude hat den Angaben zufolge bereits knapp eine halbe Million Euro gekostet. Für den Bauzaun immerhin fielen keine Kosten an. Er sei Eigentum der Goethe-Universität.

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