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Frankfurt: Batnight muss warten

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Von: Thomas Stillbauer

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Die große Fledermaus wohnt im Zoo. Da ist an diesem Wochenende auch keine Batnight.
Die große Fledermaus wohnt im Zoo. Da ist an diesem Wochenende auch keine Batnight. © Renate Hoyer

Die Fledermausnacht, traditionell am letzten August-Wochenende, steigt erst im September – am neuen Standort.

An diesem Wochenende ist Fledermausnacht. Es gibt Veranstaltungen in ganz Europa, auf denen man lässig kopfüber abhängen kann, wenn man eine Fledermaus ist, und Neuigkeiten erfahren, wenn man eher senkrecht in die andere Richtung ragt. Auch in Hessen organisiert beispielsweise der Naturschutzbund (Nabu) einige Veranstaltungen. So traf man sich am Freitag etwa in Hainburg, Niddatal, und Linsengericht zu Fledermausexkursionen. Am heutigen Samstag (ja, Fledermausnächte sind lang) geht es weiter in Seligenstadt und Gedern (Näheres: nabu.de).

Und was ist heute in Frankfurt, der kleinen Metropole mit dem großen Herz für Flugsäuger, los? In der Stadt mit den sagenhaften 15 verschiedenen Fledermausarten? Nix. Keine Batnight. Das könnte einerseits daran liegen, dass die Staatliche Vogelschutzwarte aus Frankfurt weggezogen ist nach Wetzlar. Sie hatte stets ein Fest rund um die flinken Mückenjäger am alten Standort in Fechenheim veranstaltet, jedenfalls bis Corona kam. Gibt es nun eine Fledermausnacht in Wetzlar? Schwer zu sagen. Bei der Vogelschutzwarte am neuen Standort geht am Freitag niemand ans Telefon, auf E-Mails keine Antwort.

Der Nabu kann in Frankfurt auch nichts anbieten. Seit Fachmann Bernd Merkle gestorben sei, gebe es niemanden mehr, der sich gut genug auskenne, sagt Vorsitzender Volker Bannert. Also: Naturkenner aufgehorcht, der Nabu braucht wieder gute Leute.

Immerhin: Im Frankfurter Stadtwaldhaus ist dann doch noch Fledermausnacht mit ordentlich Programm – am kommenden Wochenende. Vielleicht auch besser bei dem Wetter. Dazu dann nächste Woche mehr.

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