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Frankfurt: Basketball im Herzen der Stadt

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Von: Timur Tinç

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Leichte Punkte für das Team in Orange.
Leichte Punkte für das Team in Orange. © Peter Jülich

Das Finalturnier in der olympischen Disziplin 3x3 um den deutschen Pokal zieht in Frankfurt viele Menschen an die Hauptwache. Die Initiative EZB Basketball organisiert ihr eigenes Turnier am Mainkai und hofft auf eine schnelle Renovierung der Courts im Hafenpark.

Aus Lautsprechern dröhnt laute Hip-Hop-Musik. Von der Tribüne her kommt Jubel auf. Und auf dem Basketball-Court an der Hauptwache, der von einem riesigen Zeltdach überdacht ist, spielen drei große Jungs gegen drei andere große Jungs um das Weiterkommen beim 3x3-Finalturnier. Frankfurt ist am Freitag und Samstag der Austragungsort des Pokalfinals in der Basketballvariante, wo nur auf einen Korb gespielt wird. Seit den Spielen in Tokio ist es olympische Disziplin.

„Hier in Frankfurt hatten wir noch die Herausforderung, dass eine Laterne abmontiert werden musste“, sagt Hanna Hoffmann. Sie ist Projektleiterin bei der Basketball Werbeagentur GmbH, einer hundertprozentigen Tochter des Deutschen Basketball-Bunds (DBB). Zuletzt war das 3x3-Turnier im Jahr 2019 mit dem Tourauftakt zu Gast in Frankfurt. „Es wird echt gut angenommen“, sagt Hoffmann beim Blick auf die Tribüne und auf die Menschen, die an den Zäunen stehengeblieben sind, um einen Blick auf die Basketballer zu werfen.

Darunter auch Kostja Mushidi, deutscher Nationalspieler, der seine Brötchen in der Basketball-Bundesliga beim Mitteldeutschen BC aus Weißenfels auf dem großen Parkett verdient. „Man spielt draußen. Man ist immer woanders. Man spielt frei auf. Es ist schnell, weil das Spiel nur zehn Minuten dauert“, zählt der 24-Jährige die Vorzüge vom 3x3 auf. Mushidi spielt für das Team „Der Stamm“, das am Ende auch das Turnier gewinnen sollte.

Bei den Frauen setzte sich „the boys are back“ durch. Außerdem spielten die U18-Teams beider Geschlechter um die deutsche Meisterschaft und den Pokal. „Es ist das erste Mal, das man sich für den Pokal und die deutsche Meisterschaft qualifizieren musste“, erzählt Robert Birkenhagen, seit 1. Juli 3x3-Bundestrainer. Gerade in Frankfurt gäbe es eine große Szene unter Jugendlichen, die sich selber steuert. „Hervorzuheben ist da vor allem EZB Basketball“, sagt er.

EZB Basketball, die sich im Hafenpark gegründet haben, sind mittlerweile ein Projekt vom Sportkreis Frankfurt, um den Streetball in Frankfurt nach vorne zu bringen. Am Samstag hat die Initiative ein eigenes 4x4-Turnier am Mainkai mit mobilen Korbanlagen organisiert. „Wir mussten aus 50 Teams 16 auslosen“, erzählt EZB-Basketball-Gründer Thorsten de Souza. Im Hafenpark ist seit Anfang Juli ein Court gesperrt, weil mittlerweile zu viele Löcher im Boden sind. „Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß“, sagt de Souza. Er kämpft mit seinen Mitstreiter:innen schon seit längerem für eine komplette Erneuerung der Courts mit Acryl-Belagsbeschichtung und neuen Korbanlagen aus Plexiglas.

„Wenn wir einen neuen Belag draufmachen, muss es einer sein, der es längerfristig aushält“, sagt Andrea Brandl, Büroleiterin von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). „Wenn wir es machen, werden beide Courts ausgewechselt.“ Wann und wie das Ganze über die Bühne gehen soll, ist noch offen. Zumal auch die Finanzierungsfrage noch geklärt werden müsse. Für die Installierung von Nachtlichtern im Park habe es bereits ein Vorgespräch mit einem Beleuchtungsspezialisten zum Konzept gegeben.

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