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Frankfurt: Bangen um die Zukunft des Waldes

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Erhöhte Brandgefahr. Der Wald kann sich in der Trockenheit nicht mehr gut wehren.
Erhöhte Brandgefahr. Der Wald kann sich in der Trockenheit nicht mehr gut wehren. © peter-juelich.com

Es sind noch Plätze frei beim Fachkongress in Frankfurt am 2. und 3. September.

Was hilft dem Wald in Zeiten trockener werdender Sommer und zunehmender Brandgefahr? Darüber sprechen Fachleute beim 2. Frankfurter Waldkongress am Freitag und Samstag, 2. und 3. September, unter dem Titel „Die Zukunft unseres Waldes“. Es sind noch einige wenige Plätze für Interessierte frei.

Der Wald verändert sich. Wie sollen wir damit umgehen, wie die Funktionsvielfalt der Waldlandschaften erhalten? Bislang galt es als ökologisch wertvoll, totes Kleinholz im Wald liegenzulassen für Kleintiere und Mikroorganismen – jetzt wird das trockene Material am Boden zur Feuerfalle. Also doch wegräumen?

Fragen wie diese erörtern die Fachleute aus Forst, Wissenschaft und Holzwirtschaft beim Kongress im Zoogesellschaftshaus auf Einladung von Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), dem Frankfurter Grünflächenamt und der Abteilung Stadtforst.

„2019 hatten wir unseren ersten Waldkongress. Da lagen die schlimmen ersten Trockenjahre hinter uns“, erinnert sich Heilig. Die Schäden seien damals immens gewesen. „Seither hat der Klimawandel erbarmungslos und rasant an Fahrt aufgenommen.“

Hoffnung auf neue Impulse

Der Waldzustandsbericht verzeichnet fast 97 Prozent kranke oder bereits tote Bäume im Stadtwald. Umso wichtiger sei der stetige Austausch mit Fachleuten aus ganz Deutschland, etwa auf dem Kongress. Heilig: „Von ihnen, die mit ihrer Forschung auch international unterwegs sind, erhoffen wir uns neue Erkenntnisse und Impulse – auch für unseren Stadtwald.“ Dies im Jahr seines 650-jährigen Bestehens als Forst im Frankfurter Besitz.

Mit dabei sind Referentinnen und Referenten etwa des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Der Stadtwald habe viel erlebt und überlebt, betont die Stadträtin, etwa den Kahlschlag nach dem Zweiten Weltkrieg und den „sauren Regen“ in den 1980er Jahren. Jetzt sei es wieder sehr ernst. „Der enkelfähige Umbau unseres Waldes wird eine Kraftanstrengung mit ungewissem Ausgang sein“, sagt Heilig, „ein Prozess von Versuch und Irrtum. Ob wir die richtigen Entscheidungen treffen, das werden die Generationen nach uns beurteilen.“

Wer einen der letzten freien Plätze ergattern möchte, meldet sich unter gfa-ffm-kongress.de an; dort ist auch das Programm einzusehen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Exkursionen am Samstag, 3. September, sind ausgebucht.

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