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Frankfurt: Bahnübergang Oeserstraße wird sicherer

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Von: Florian Leclerc

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Der Bahnübergang in der Oeserstraße. Foto: Rolf Oeser
Der Bahnübergang in der Oeserstraße. © Rolf Oeser

Im Mai 2020 starb eine 16-Jährige am Bahnübergang in Nied, weil ein Zug bei offener Schranke durchfuhr. Nun erneuert die Bahn in einem ersten Schritt die technische Anlage.

Nach dem tödlichen Unfall am Bahnübergang in der Oeserstraße in Nied, bei der im Mai 2020 eine 16-Jährige ums Leben kam, bessert die Deutsche Bahn nun die Technik nach.

In einem ersten Schritt werde die technische Sicherungsanlage erneuert, teilte die Bahn mit. Außerdem werde die Verkehrsführung so angepasst, dass es zu weniger Rückstau von Autos vor dem Bahnübergang komme.

Unterführung wird in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts gebaut

Bei dem Unfall wurden damals zwei weitere Menschen schwer verletzt, als ein Regionalzug der Hessischen Landesbahn (HLB) bei geöffneten Bahnschranken den Übergang durchfuhr. Ein Bericht der Bahn kam zu dem Ergebnis, dass die Schrankenwärterin einen Arbeitsfehler begangen habe, als sie die Schranke von Hand öffnete. Außerdem hätte sie aus dienstlichen Gründen gar nicht eingesetzt werden dürfen. Vor dem Unfall hatte sich die Schranke wegen fehlerhafter Technik etwa eine halbe Stunde lang nicht öffnen lassen, was zu Unmut und Stress bei den Wartenden führte.

Für die Bauarbeiten sperrt die Bahn den Übergang nun von Montag, 18. Oktober, bis Freitag, 3. Dezember. Wer zu Fuß geht oder Rad fährt kommt per provisorischen Übergang über die Gleise. Autos werden über die Waldschulstraße und die Mainzer Landstraße umgeleitet. Für die Arbeiten setzt die Bahn unter anderem Zweiwegebagger und Presslufthammer ein. Die Arbeiten sind tagsüber. Das bestehende Wärtergebäude samt Keller baut die Bahn zurück und ersetzt es durch einen Container.

Die neue Sicherungsanlage soll am Samstag, 11. Dezember, in Betrieb gehen. Im zweiten Schritt folgt der Bau einer Unterführung für Fußgängerinnen und Fußgänger. Im dritten Schritt entsteht eine Unterführung für den Straßenverkehr. In der zweiten Hälfte der 2020er Jahre soll der Bahnübergang ersetzt sein. Der Stufenplan wurde mit der Stadt vereinbart.

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