1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Bahnsteige für Straßenbahn

Erstellt:

Von: Dennis Pfeifer-Goldmann

Kommentare

Die Haltestelle Bornheim Mitte/Saalburgstraße.
Die Haltestelle Bornheim Mitte/Saalburgstraße. Menzel © Holger Menzel

VGF stellt Pläne für Umbau der Haltestelle Bornheim Mitte vor.

Zwei Kombibahnsteige für Straßenbahnen und Busse sollen den Fahrgästen den Ein- und Ausstieg an der Haltestelle Bornheim Mitte erleichtern. Eine Vorplanung für den barrierefreien Umbau der Haltestelle – einer der wichtigen Umsteigeknoten in der Stadt – haben die Planer der Verkehrsgesellschaft (VGF) am Dienstagabend in der Sitzung des Ortsbeirats 4 (Ostend, Bornheim) vorgestellt.

Für ihre Pläne ernten die Planer Lob. „Das haben wir im Ortsbeirat lange gefordert“, erinnert Stadtbezirksvorsteher Martin Ried. „Gut, dass es losgeht“, findet SPD-Ortsbeiratsmitglied Ulrich Labonté. Die VGF will die Bahnsteige vis-à-vis der Saalburgstraße westlich der Kreuzung mit der Berger Straße bauen, wo heute die Trams Richtung Fechenheim halten. Tram-Fahrgäste steigen bisher direkt auf die Gass aus. Die Bahnsteige entstehen laut Projektleiter Dirk Klinger dort, wo heute die Fahrbahn für Autos und Busse verläuft. Der Bordstein rückt als Bahnsteig an die Gleise ran. 60 Meter lang werden die Bahnsteige. Das reicht, damit zugleich ein Gelenkbus und eine der neuen, mit 40 Metern rund zehn Meter längeren Straßenbahnen halten können. An den Kombihaltestellen sollen alle Abfahrten und Ankünfte der Tramlinie 12 und der Buslinien M34, 38, M43 und 103 abgewickelt werden.

Zwei Meter breit soll der Bahnsteig werden. Dann folgen ein 1,25 Meter breiter Radweg und der Gehweg in heutiger Breite von 2,80 bis 3,80 Meter. Auf den Gehwegen sollen die sieben Meter langen Warteunterstände stehen, die aber keine seitlichen Wände haben, damit viel Platz für Passanten bleibt, sagt Klinger.

Gebaut werden solle erst 2025/26, kündigt Wolfgang Siefert an, Persönlicher Referent von Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne). Unter anderem sei ein zwei Jahre dauerndes Genehmigungsverfahren nötig, da die Gleise verschwenkt werden müssen.

„So lange Zeiträume sind leider üblich“, auch wegen Widerspruchsmöglichkeiten für Bürger, reagiert Siefert auf Kritik von Besuchern. Ob es sinnvoll sei, den Radweg zwischen Bahnsteig und Gehweg zu führen, fragen andere Bürger. „Das hat sich bewährt“, sagt Siefert, nämlich bei den neuen U5-Haltestellen in der Eckenheimer Landstraße. „Das ist eine Priorisierung des Radverkehrs.“ Radler müssten so nicht hinter haltenden Straßenbahnen und Bussen warten.

„Das wird für Anwohner noch hässlicher“, kritisieren zwei Bürger, da sich die Situation der wartenden Busse nicht ändere. Würden die Haltestellen versetzt angeordnet, „hat man mehr Luft“. Und besser sei es, die Busse an die Eissporthalle weiterfahren und dort Pause machen zu lassen, finden die Anwohner. Für Radfahrer werde es schlecht, wenn die neuen Radwege im Nichts endeten.

„Wir werden die Radwege nicht im Nichts enden lassen“, beteuert Wolfgang Siefert. Die übrige Straße werde nur angepasst, etwa mit Markierungen für Fahrrad-Schutzstreifen. „Es geht hier nicht um eine Sanierung der ganzen Straße, sondern um einen Umbau der Haltestelle.“ Die Barrierefreiheit sei drängend und solle nicht durch eine größere Planung herausgezögert werden.

An den alten Wunsch des Ortsbeirats nach Grün in der Saalburgstraße erinnert Ortsvorsteher Hermann Steib (Grüne). Dafür fehle Platz an den Haltestellen, sagt Planungschef Schmid. Doch würden die Wartehäuschen begrünt. „Das ist Standard bei der VGF.“

Auch interessant

Kommentare