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Beamte des Ordnungsamts kontrollieren Drogenabhängige im Bahnhofsviertel Frankfurt.

Drogenszene im Bahnhofsviertel

Frankfurt-Bahnhofsviertel: Polizei macht weiter Druck auf Drogenszene

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Seit Mitte August gehen die Stadt Frankfurt und die Polizei verstärkt gegen die Drogenszene im Bahnhofsviertel vor. Eine Auswertung der Aktion gibt es weiterhin nicht.

Die Mitte August gestartete „konzertierte Aktion“ der Stadt Frankfurt und der Einrichtungen der Drogenhilfe zur Befriedung der Drogenszene im Bahnhofsviertel läuft nach wie vor. Wie der zuständige Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) der Frankfurter Rundschau auf Anfrage bestätigte, setzten die beteiligten Akteure das neue Vorgehen unverändert um. Eine Auswertung der Aktion liege noch nicht vor, teilte Majer mit.

Frankfurt-Bahnhofsviertel: Abhängige sollen Drogen nicht in der Öffentlichkeit konsumieren

Mitte August hatte sich die Stadt mit der Polizei, dem Ordnungsamt, der Stabsstelle Sauberes Frankfurt und den Drogenhilfeeinrichtungen im Bahnhofsviertel auf einen verschärften Umgang mit der Drogenszene geeinigt. 

Die Aktion zielt darauf ab, dass Abhängige sich nicht mehr in Gruppen auf Gehwegen etwa in der Taunus- und der Elbestraße aufhalten und ihre Drogen in den vorhandenen Konsumräumen nehmen. Straßensozialarbeiter sollen auf die Einhaltung dieser Regeln hinwirken, bei Nichtbeachtung wird die Polizei gerufen.

Frankfurt-Bahnhofsviertel: Kritik an Symbolpolitik

Majer hatte die Aktion mit Beschwerden von Anwohnern und Gewerbetreibenden begründet und betont, es gehe um ein gutes Miteinander im Stadtteil, nicht um Verdrängung. Das alternative Wohnprojekt „Nika“ hatte dagegen Anfang September eine Kundgebung gegen die ganze Aktion organisiert und der Stadt Vertreibungspolitik vorgeworfen. 

Der Philosoph Daniel Loick hatte in einem FR-Interview kritisiert, bei der Aktion handele es sich um reine Symbolpolitik, die die Lage im Viertel verschärfe, anstatt Probleme zu lösen. Ursprünglich war geplant gewesen, nach vier Wochen eine erste offizielle Bilanz der Aktion zu ziehen. Wann diese Auswertung nun stattdessen vorliegen soll, blieb zunächst offen.

In Rüsselsheim sollen sechs Männer Drogen an Kinder verkauft haben. Die Bande soll die Drogen aus ihrer Wohnung gedealt haben. Polizeieinsatz in Darmstadt: Eine psychoaktive Naturdroge entdeckt die Polizei erstmals in Südhessen. Gefunden wurde sie in der Wohnung von zwei Dealer-Brüdern.

Von Hanning Voigts

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