Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Spurensicherung nach einer Messerattacke im Bahnhofsviertel in Frankfurt
+
Beamte der Spurensicherung sichern Blutspuren auf dem Gehweg in der Niddastraße im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Vier Opfer

Frankfurt: Messerattacke im Bahnhofsviertel - Tatverdächtiger soll Haftrichter vorgeführt werden

  • Kathrin Rosendorff
    vonKathrin Rosendorff
    schließen

Einen Tag nach dem Messer-Angriff in Frankfurt bleibt das Motiv weiter unklar. Es wird geprüft, ob die Tat mit einer psychischen Erkrankung zusammenhängen könnte. 

Update vom Mittwoch, 27.01.2021, 12.03 Uhr: Der 42 Jahre alte Mann, der am Dienstagmorgen (26.01.2021) im Bahnhofsviertel in Frankfurt vier Menschen mit einem Messer zum Teil schwer verletzt hat, soll im Laufe dieses Mittwochs (27.01.2021) dem Haftrichter vorgeführt werden. Es solle, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen der FR mitteilte, zunächst geprüft werden, ob die Tat des 42-Jährigen mit einer psychischen Erkrankung zusammenhänge. 

Messerattacke in Frankfurt: Motiv des Täters weiter unklar

Sei dies der Fall, könne es sein, dass kein Haftbefehl beantragt werde, sondern ein Unterbringungsbefehl in einer Psychiatrie. Aber all das müsse noch geprüft und entschieden werden. Das Motiv des Täters für die Messerattacke in Frankfurt sei weiter unklar.

Der 42-Jährige, bei dem es sich um einen gebürtigen Polen handeln soll, lebe in Langen. Bei der Tat waren ein 24, ein 40 und ein 78 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Ein 40-Jähriger wie der Tatverdächtige selbst wurden beim Angriff in der Niddastraße leicht verletzt. Ob sich die vier Opfer und der Tatverdächtige kannten, blieb weiter unklar.

Großeinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel nach einer Messerattacke.

Messer-Attacke im Frankfurter Bahnhofsviertel - Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Erstmeldung vom Dienstag, 26.01.2021, 16.31 Uhr: Frankfurt am Main - Ein Mitarbeiter des Concorde-Hotels in der Karlstraße erzählt wenige Stunden nach einer Messerattacke mit mehreren Verletzten im Bahnhofsviertel, er habe mehrere Schreie gehört und sei deshalb gleich rausgerannt. „Da lag ein älterer Mann auf der Straße, er hat geschrien. Armer Kerl. Ich wollte helfen, aber da waren schon die Polizei und Rettungskräfte vor Ort, und es war alles abgesperrt, und keiner durfte mehr durch.“

Die Polizei hat einen 42 Jahre alten Mann festgenommen, der vier Menschen am Dienstagmorgen im Bahnhofsviertel bei einer Attacke verletzt haben soll, drei davon schwer. Bei der Festnahme in der Niddastraße, Ecke Karlstraße habe er noch das Messer in der Hand gehalten. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Die Frankfurter Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Zeug:innen hatten die Polizei gegen 9 Uhr alarmiert.

Messer-Attacke im Frankfurter Bahnhofsviertel: Motiv noch unklar

Wie die Polizei mitteilte habe der Tatverdächtige zunächst einen auf dem Gehweg in der Niddastraße liegenden 40-jährigen Mann geschlagen und getreten. Als dieser daraufhin aufwachte und aufstand, soll der 42-Jährige versucht haben, ihn mit dem Messer anzugreifen. Das Opfer habe den Angriff abwehren können, wurde dabei dennoch schwer verletzt.

Im Anschluss daran soll der Täter von dem 40-Jährigen abgelassen und drei weitere Männer im Alter von 24, 40 und 78 Jahren mit dem Messer angegangen haben. Dabei wurden der 24 und 78 Jahre alte Mann schwer verletzt, der 40 Jahre alte Mann sowie der Tatverdächtige selbst seien leicht verletzt worden. Mehrere Straßen waren bis zum Mittag von der Polizei abgesperrt worden: die Mosel-, Nidda- und Karlstraße.

Messer-Attacke in Frankfurt: Blutspur auf Bürgersteig

Es gab zunächst mehrere mutmaßliche Tatorte entlang der Niddastraße: Einmal an der Ecke zur Karlstraße, am Niddasack und an der Ecke zur Moselstraße. An mehreren Stellen gab es Blutlachen. Auf dem Bürgersteig an der Ecke Moselstraße lagen am Mittag unweit einer Blutspur zwei Kleidungsstücke. „Wo genau die Tat abgelaufen ist, wissen wir noch nicht. Es kann sein, dass die Opfer sich mit ihren Verletzungen noch verletzt weitergeschleppt haben oder es an mehreren Stellen zu Einstichen kam“, so der Polizeisprecher vor Ort. Auch die Fensterscheibe eines Cafés war blutverschmiert.

Mitarbeiter:innen der Spurensicherung waren in weißen Anzügen am Mittag noch vor Ort und packten Beweise in Papiertüten. Der Polizeisprecher sagte: „Wir befragen noch Zeugen und überprüfen, ob es Videoaufzeichnungen gibt, die Aufschlüsse über die Tat geben könnten.“ Zudem setzte die Polizei eine Drohne ein, um sich ein genaueres Bild vom Tatort zu machen. Ob der mutmaßliche Täter und die vier Menschen, die er attackierte, sich kannten oder er sie wahllos angriff, war zunächst unklar. Die Polizei sagte am Abend, dass sie auch nicht bestätigen könne, ob es sich beim Tatverdächtigen, wie Zeug:innen der „FAZ“ berichteten, um einen Drogensüchtigen handele. Es werde weiter ermittelt. (Kathrin Rosendorff)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare