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Ein Tunnel mit etwa sieben Kilometern für den Frankfurter Hauptbahnhof
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Die Deutsche Bahn will ihre Studie zum Tunnel in Frankfurt vorstellen

Frankfurt Hauptbahnhof

Wie der Fernbahnhof in Frankfurt künftig aussehen könnte

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Deutsche Bahn stellt die Varianten für den Fernbahnhof mit Tunnel in Frankfurt vor. Fernzüge sollen mit weniger Verspätung fahren.

Frankfurt am Main – Die Machbarkeitsstudie zum Fernbahnhof in Frankfurt mit einem etwa sieben Kilometer langen Tunnel ist fertig. Wie eine Bahnsprecherin mitteilte, werde derzeit der Termin für die Vorstellung mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt.

Im Auftrag der Bahn wurde der unterirdische Fernbahnhof im Hauptbahnhof und ein Korridor für den Fernbahntunnel untersucht. Der Tunnel soll zwei Gleise haben und sich im unterirdischen Fernbahnhof zu vier Gleisen aufteilen.

Fernbahnhof Frankfurt: Der Tunnel wäre knapp sieben Kilometer lang

Die Fernzüge sollen von der dritten Niederräder Mainbrücke, die Ende der 2020er Jahre in Betrieb gehen soll, zum Hauptbahnhof fahren und dort unterirdisch im Fernbahnhof halten. Vom Hauptbahnhof nach Osten wurden mehrere Varianten untersucht. Sie führen entweder nordmainisch vom Ostbahnhof zur Hanauer Landstraße oder südmainisch zum Kaiserlei in Offenbach. Nordmainisch müsste der Tunnel um die Frankfurter Innenstadt mit den Bankentürmen herum geführt werden.

Denkbar ist aus Sicht von Expert:innen etwa eine Streckenführung unter dem Mainkai oder dem Schaumainkai. Der Tunnel wäre knapp sieben Kilometer lang. Als Baukosten werden rund 3,5 Milliarden Euro angegeben, die der Bund übernehmen würde. Das Projekt hat laut Befürworter:innen, darunter der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), bundesweite Bedeutung.

Frankfurt Hauptbahnhof: Für den Tunnel sind 15 Jahre Bauzeit geplant

Das Projekt beseitige Engpässe im Schienennetz. Über den Knoten Frankfurt laufe bislang die Hälfte des deutschen Bahnverkehrs, es entstünden aber bis zu einem Drittel der Verspätungen. Wenn die Mehrzahl der Fernzüge unterirdisch halte, stünden mehr Bahnsteige für den Regionalverkehr am oberirdischen Querbahnsteig im Hauptbahnhof zur Verfügung. Die Zeit fürs Planen und Bauen wird mit 15 Jahren angegeben.

2036 könnten die ersten Züge zum Fernbahnhof fahren. Die Studie soll auch die Kosten für die einzelnen Varianten benennen. Kritiker:innen, wie die Frankfurter Initiative „Frankfurt22“ um den Autor Klaus Gietinger, halten den Fernbahntunnel für überteuert und befürworten einen oberirdischen Ausbau der Gleise für Fernzüge zwischen Süd- und Hauptbahnhof.

Frankfurt Hauptbahnhof: Der Tunnel würde die Reisezeiten beschleunigen

Auch seien die Fernzüge der Main-Weser-Bahn (Kassel-Frankfurt) und die Fernzüge von und nach Darmstadt nicht an den Fernbahnhof angebunden und müssten oberirdisch halten.

Die Bahn hält dem entgegen, der Fernbahntunnel beschleunige die Reisezeiten für die wichtigsten Verbindungen der meisten Reisenden um bis zu zehn Minuten und löse bestehende Kapazitätsengpässe auf, welche der Ausbau zwischen Süd- und Hauptbahnhof allein nicht lösen könnte. Außerdem müsste dafür teilweise bestehende Bebauung abgerissen werden. (Florian Leclerc)

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