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Summa summarum enorm wichtig: Bienen.
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Summa summarum enorm wichtig: Bienen.

Stadtnatur

Frankfurt: Bahn frei für Bienen

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die Stadt ruft auf, Platz für Bestäuber zu schaffen. Wildbienen finden zu wenig Nahrung und zu wenig Brutplätze. Dabei sind sie enorm wichtig.

Eigentlich haben wir viel gemeinsam. Wir lieben gleichermaßen die warme Jahreszeit und die Blumen und wir haben beide ein besonderes Faible für Kräuter und Duftpflanzen wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Lavendel. Ja, wir sind ein ziemlich gutes Team: die Bienen und wir Menschen. Nur ist, was wir füreinander tun, zurzeit sehr ungleich verteilt. Die Bienen bestäuben unsere Pflanzen und liefern Honig – und wir nehmen ihnen dafür den Lebensraum weg und besprühen ihren Arbeitsplatz mit Gift.

Einige haben das schon eingesehen, aber es muss sich noch mehr tun. Das fordert auch die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) aus Anlass des Welttags der Bienen dieser Tage. „Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten sind gefährdet und stehen in Deutschland auf der Roten Liste“, erinnert sie. Weil Bienen als Blütenbestäuber eine Schlüsselfunktion in unseren Ökosystemen einnähmen, sei es auch für Frankfurt „von besonderer Bedeutung“, sie zu fördern und zu schützen.

Speziell Wildbienen, die keine Staaten bilden, brauchten unsere Hilfe: „Sie benötigen Hohlräume in Holz, in der Erde oder in Steinen, um darin Brutkammern anzulegen.“ Genau solche Gegebenheiten fänden sie aber immer seltener. Also sollten wir ihnen in der Stadt artgerechte Nisthilfen in Privatgärten bereitstellen. Sonnige, locker bewachsene Böschungen oder Erdabbrüche seien ideal, ebenso Magerrasen mit Lücken in der Vegetation. Es helfe auch schon, wenn ein Blühstreifen im Garten nicht gemäht werde. Die sogenannte Frankfurter Biodiversitätsklausel besagt seit 2012: Auf Ackerland ab 5000 Quadratmetern muss ein Prozent der Fläche konkret für Arten- und Biotopvielfalt reserviert bleiben, also zugunsten von Blühpflanzen für Bestäuber.

Konzept für Artenschutz

Zudem steht das lang geplante Arten- und Biotopschutzkonzept der Stadt offenbar kurz vor dem Abschluss. Es soll auch Bienen Vorteile bringen, zusätzlich zum Förderprogramm für Streuobstwiesen, das seit 1991 läuft, dem Wildwiesenkonzept von 2013 und dem Bundesförderprojekt „Stadtgrün – artenreich und vielfältig“, an dem sich Frankfurt seit 2016 beteiligt.

Entscheidend ist die Vermittlung an die Bevölkerung. Für die Kleinen soll dabei das Frankfurter Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen, Lernen“ helfen, für die Größeren das Projekt „Städte wagen Wildnis“ mit Schwerpunkten im Bonameser Nordpark und am Monte Scherbelino im Stadtwald.

Ob das reicht? Bienen- und Naturschutz fängt bei jedem und jeder Einzelnen an. Mehr geht immer. Wo sich Natur ungestört entwickeln darf, haben auch wilde Bienen eine Zukunft. Es wäre ihnen ebenso zu wünschen wie uns.

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