1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Axt werfen in der City

Erstellt:

Von: Timur Tinç

Kommentare

Die Trainerin macht vor, wie die Axt richtig geschleudert werden muss.
Die Trainerin macht vor, wie die Axt richtig geschleudert werden muss. © Peter Jülich

Bei Woodcutter lässt sich Stress abbauen und gleichzeitig der Teamgeist stärken.

Anja Gronkowski hält eine Axt mit beiden Händen über dem Kopf. Der linke Fuß steht vorne. In einer fließenden Bewegung schleudert sie das Wurfgerät auf die große hölzerne Zielscheibe mit rotem Punkt in der Mitte. Den verfehlt sie zwar, aber sie wird an diesem Nachmittag noch mehrere Gelegenheiten bekommen, die Axt näher in die Mitte zu werfen. „Es ist anstrengender als gedacht“, sagt Gronkowski. Sie arbeitet bei Airplus, einem Tochterunternehmen der Lufthansa. Sie hat ihre Kolleginnen und Kollegen zu Woodcutter in die Frankfurter Innenstadt gebracht. Teambuilding steht auf dem Programm. Und ihr Team hat augenscheinlich sehr viel Spaß.

Seit Juli hat Woodcutter, zu Deutsch Holzfäller, geöffnet. Eine Stunde lang kann man nach einer Einweisung auf verschiedenste Art und Weise Äxte auf eine Holzscheibe werfen. Dabei kommt es nicht unbedingt auf Kraft, sondern vor allem auf die richtige Technik an. Abgetrennt und gesichert sind die verschiedenen Bahnen mit Gitter. Boden und Rückwand sind mit Spezialmatten gepolstert.

„Unser Konzept ist, dass die Leute bei uns ein bisschen Stress abbauen können“, erklärt Betriebsleiter John Stewart III. Die Idee dazu hatte der US-Amerikaner während seines Studiums in Belgien. Dort war er auf Woodcutter gestoßen und wollte es in Deutschland umsetzen, wo er mit seiner Frau in Konstanz lebt. Aber nicht in irgendwelchen Gewerbegebieten, sondern mitten in der Stadt. In Berlin ist er fündig geworden und auch in Frankfurt in der Töngesgasse. „Alle anderen Städte haben ,Nein‘ gesagt“, erzählt Stewart. Mit mittlerweile mehreren Tausend Kundinnen und Kunden in den beiden Standorten, will er Woodcutter weiter in deutsche Großstädte expandieren.

Woodcutter

Woodcutter in der Töngesgasse 4 hat dienstags bis freitags von 16 bis 23 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags von 11 bis 23 Uhr. Montags ist geschlossen. Gebucht werden kann unter: woodcutter.de

„Wir haben sehr viele Firmen bei uns“, erzählt Stewart. Aber auch schon Junggesellenabschiede haben bei Woodcutter ihren Anfang genommen. Es wird darauf geachtet, dass jede und jeder maximal zwei Bier trinkt. Harte Getränke gibt es keine. „Die Leute sollen hier Spaß haben und dann weiter in Bars oder Restaurants ziehen“, sagt Stewart.

Seit kurzem gibt es auch einen kleinen Turnierbetrieb, wo sich jeden Sonntag ab 17 Uhr die etwas ambitionierteren Axtwerferinnen und Axtwerfer messen können. „Es ist leicht zu lernen“, sagt Stewart. Bereits Kinder ab zwölf Jahren können sich – in Begleitung ihrer Eltern – im Axtwerfen ausprobieren.

Woodcutter in der Töngesgasse 4 hat dienstags bis freitags von 16 bis 23 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags von 11 bis 23 Uhr. Montags ist geschlossen. Gebucht werden kann unter: woodcutter.de

Anja Gronkowski übt einen „Trickshot“: Die Axt von unten zu schleudern.
Anja Gronkowski übt einen „Trickshot“: Die Axt von unten zu schleudern. © Peter Jülich

Auch interessant

Kommentare