Revisionsamt

AWO-Prüfung dauert an

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Das Revisionsamt Frankfurt vermisst noch Dokumente, um die Verwendung städtischer Gelder bei der AWO überprüfen zu können. Mit schnellen Ergebnissen sei nicht zu rechnen.

Die AWO-Affäre wird das Revisionsamt noch lange beschäftigen. Darauf hat Hans-Dieter Wieden, der Leiter der Behörde, am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordneten hingewiesen. „Mit schnellen Ergebnissen ist nicht zu rechnen“, sagte Wieden.

Ende 2019 hatten die Stadtverordneten das Revisionsamt eingeschaltet. Das Amt sollte prüfen, ob die AWO die Zuschüsse der Stadt „auftragsgerecht und wirtschaftlich“ verwendet hat. Endgültige Ergebnisse konnte Wieden aber nicht präsentieren. Das liege auch daran, dass die Prüfer längst noch nicht alle notwendigen Unterlagen vorliegen hätten. Sowohl beim Bundesverband als auch beim Frankfurter Kreisverband der AWO vermisse er zum Teil die Bereitschaft zur Kooperation, sagte Wieden.

So bleibt etwa offen, ob die städtischen Zuwendungen für den Betrieb der AWO-Kitas korrekt verwendet wurden. Das Revisionsamt sieht aber zumindest „unklare Sachverhalte und erhebliche Korrekturbedarfe für die Verwendungsnachweise 2017 und 2018“. Die Prüfung könnte zu Rückforderungsansprüchen seitens der Stadt führen.

Das Revisionsamt prüft zudem die erweiterte schulische Betreuung der AWO an fünf Schulen. Ein Bericht eines Wirtschaftsprüfers aus dem Juli sei erst vor rund einer Woche eingegangen.

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