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Frankfurt: Autoverkehr weiterhin hoch

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Von: Florian Leclerc

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In Frankfurt nutzen die Menschen für 20 Prozent der Wege das Rad. Foto: Peter Jülich
In Frankfurt nutzen die Menschen für 20 Prozent der Wege das Rad. © Peter Jülich

Der Bund hat einen großen Einfluss auf den Autoverkehr in Frankfurt, etwa durch den Ausbau der Autobahnen.

Frankfurt ist , gemessen an der Zahl der Menschen, die hier leben, die Pendlerhauptstadt in Deutschland. Mehr als 387 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte pendeln nach Angaben der Arbeitsagentur zu ihrer Arbeit nach Frankfurt. 101 000 Menschen pendeln zum Arbeiten aus der Stadt heraus – von ihnen nutzen laut Studie „Mobilität in Städten“ der TU Dresden knapp 68 Prozent das Auto. In der Stadt selbst nehmen die Menschen für ein Drittel der Wege das Auto – und mittlerweile für 20 Prozent der Wege das Fahrrad.

Im Jahr 2020 war der Verkehr in Deutschland laut Umweltbundesamt für fast 20 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die CO2-Emissionen durch den Verkehr lagen in Deutschland im Referenzjahr 1990 bei 164 Millionen Tonnen. Im Jahr 2020 waren es 165 Millionen Tonnen.

Politisch herrscht in Frankfurt ein parteienübergreifender Konsens, den öffentlichen Nahverkehr, auch ins Umland, auszubauen, um den Autoverkehr zu reduzieren. Schienenprojekte sind etwa die Regionaltangente West, die nordmainische S-Bahn, die Straßenbahnverlängerungen nach Bad Vilbel, Offenbach, Neu-Isenburg und Dreieich.

Die Umverteilung des Straßenraums zugunsten des Umweltverbunds aus Bus und Bahn, Fahrrad und Fußverkehr führt immer wieder zu politischen Debatten, weil damit der Wegfall von Parkplätzen und Fahrspuren verbunden ist. Teilweise organisieren sich Autofahrerinnen und Autofahrer in Initiativen, um eine Umverteilung des Straßenraums zu verhindern. Gleichzeitig gibt es in Frankfurt zahlreiche Initiativen, die sich für eine Mobilitätswende weg vom Auto aussprechen.

Der Bund hat großen Einfluss auf den Verkehr in Frankfurt. Er legt im Bundesverkehrswegeplan fest, welche Autobahnen er ausbauen will. Derzeit ist der Ausbau der Autobahnen A3, A5, A66 mit dem Riederwaldtunnel und A661 vorgesehen. Der Bund fördert Schienenprojekte mit hohen Summen, falls nachgewiesen ist, dass der Nutzen die Kosten übersteigt. Der Bund will auch den Fernbahntunnel für 3,6 Milliarden Euro finanzieren. fle

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