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Gutes Essen für alle: Eine ehrenamtliche Helferin serviert Mahlzeiten im Hof der Ada-Kantine.
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Gutes Essen für alle: Eine ehrenamtliche Helferin serviert Mahlzeiten im Hof der Ada-Kantine.

Zivilgesellschaft

Frankfurt: Auszeichnung für solidarische „Ada-Kantine“

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Seit Juli vergangenen Jahres gibt es in der „Ada-Kantine“ gutes Essen für alle. Nun wird das Projekt aus Bockenheim mit dem „Wir ist Plural“-Demokratiepreis ausgezeichnet.

Das Team der Ada-Kantine, das in Bockenheim an vier Tagen pro Woche kostenloses Essen an Bedürftige verteilt, ist beim „Wir ist Plural“-Preis der Bundeszentrale für politische Bildung mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden. Die Bundeszentrale hatte die Auszeichnung in diesem Jahr anlässlich des 70. Jubiläums des Bundesverfassungsgerichts ausgelobt, um innovative soziale Projekte zu fördern, die sich für die Stärkung der Demokratie einsetzen und vor Ort die Werte des Grundgesetzes, wie etwa Menschenwürde und Schutz vor Diskriminierung, mit Leben füllen.

„Nach den Anschlägen in Hanau und Halle zeigt auch die Corona-Pandemie, dass die Werte der Demokratie immer wieder gegen Verschwörungstheorien und antidemokratische Angriffe vertreten werden müssen“, heißt es auf der offiziellen Webseite des Preises. Zivilgesellschaftliche Initiativen, die nicht älter als zwei Jahre sind und sich für eine demokratische Gesellschaft starkmachen, konnten sich seit Mai für den Preis bewerben. Insgesamt wurden 15 Projekte in fünf Kategorien und jeweils drei Stufen – Gold, Silber und Bronze –, geehrt, die Gewinner:innen wurden durch eine Onlineabstimmung und eine Jury bestimmt.

Bei der Preisverleihung, die bereits am vergangenen Freitag online stattfand, erhielt die Ada-Kantine den ersten Platz in Gold in der Kategorie „Kleine Projekte“. Diese Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert, außerdem erhalten alle Preisträger:innen einen Workshop zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, weil der Preis den Initiativen auch zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen soll.

Die Kantine

Mehr Informationen zur Ada-Kantine auch im Internet unter https://ada-kantine.org. Dort erfährt man auch, wie man das Projekt unterstützen kann.

Vom Team der Ada-Kantine selbst hieß es, man habe den Preis „mit vereinten Kräften gewonnen“. Man sehe die Auszeichnung als Ansporn, „weiterzumachen, unser Angebot nach Möglichkeit auch im Bereich Ausbildung auszubauen und uns gemeinsam, solidarisch im Stadtteil und in der Stadt, für eine dauerhafte Perspektive der Ada einzusetzen“.

Vier-Gänge-Menü für alle

Die Ada-Kantine sei für immer mehr Menschen in Bockenheim und Frankfurt „einfach nicht mehr wegzudenken“, so die Initiative weiter.

Die Ada-Kantine wurde während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Juli vergangenen Jahres von ehrenamtlich Engagierten aus Bockenheim gestartet. Das spendenfinanzierte und basisdemokratisch organisierte Projekt wird etwa von der Initiative Zukunft Bockenheim, dem Offenen Haus der Kulturen und dem Bündnis Projekt Shelter unterstützt. Freitags bis Montags wird in der leerstehenden Kantine der ehemaligen Akademie der Arbeit auf dem Campus Bockenheim vegan und vegetarisch gekocht.

Das Essen wird kostenlos abgegeben, vor allem an Menschen, die sich sonst keine warme Mahlzeit leisten könnten. „Unsere Vision ist eine Gesellschaft, wo jeder Mensch ein Recht auf ein 4-Gänge-Menü hat“, schreibt das Projekt über sich selbst. „Wo alle ein Recht zur Mitsprache und Partizipation haben.“

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