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Die Wanderausstellung „Klima auf Tour“ ist ein Hingucker.
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Die Wanderausstellung „Klima auf Tour“ ist ein Hingucker.

Frankfurt

Frankfurt: Ausstellung zum kunterbunten Klimakampf eröffnet

  • VonJohanna Stein
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Eine mobile Ausstellung zum Umweltschutz startet auf dem Frankfurter Römerberg. Ohne erhobenen Zeigefinger will sie zeigen, was jeder und jede Einzelne tun kann.

Vier Lastenräder transportierten am Freitag eine gesamte Ausstellung auf den Römerberg und damit das Thema Klimaschutz in die Köpfe der Frankfurter:innen. Eine bunte Mischung aus Ideen und Anregungen, wie jeder einzelne selbst etwas zum Klimaschutz beisteuern kann, lieferte „Klima auf Tour“ am Mittwoch auf dem Römerberg. Im Zentrum der Ausstellung: Eine mobile Litfaßsäule, die Passanten zu Diskussionen einlud. „Austausch ist immer bereichernd“, erklärte Projektleiterin Monika Krocke. „Wir wollen hier nicht mit erhobenem Zeigefinger ankommen, sondern zeigen, was man machen kann.“

Informationsangebote gab es in witzigen Formaten. Holzscheiben mit einprägsamen Zahlen informierten rund um Bäume und lieferten Fakten, wie: „100 Jahre CO2-Speicherung ergeben bei einer Fichte circa 2,6 Tonnen und bei einer Buche circa 3,5 Tonnen CO2“. Am benachbarten Stand hingen T-Shirts mit Fragen darauf, beispielsweise wie viele Kleider jeder Mensch pro Jahr kaufe. Die Antwort war auf einen Blick zu sehen: Ein riesengroßer Berg an Kleidungsstücken. Auf einer Infotafel daneben stand, dass jeder Mensch in Deutschland im Durchschnitt 12 Kilogramm Textilien pro Jahr wegwerfe. Um gleich praktisch zu zeigen, wie es anders gehen kann, gab es an dieser Station eine Werkstatt. Hier konnte man ganz einfach alte T-Shirts in Beutel verwandeln – mit oder ohne Fransen, ganz nach Geschmack.

Die Ausstellung

Themen im Überblick : Energie sparen, Klimawandel beim Essen, Klimaschutz beim Bauen und Wohnen, Nachhaltigkeit bei Konsum.

Beteiligte Organisationen : Naturschutzhaus Weilbacher Kiesgruben, Umweltzentrum Hanau, Umweltlernen in Frankfurt, Energiepunkt E.V.

Weitere Ausstellungsorte : In Kürze auf www.klimabildung-hessen.de prfl

Auch die Fakten rund um das Thema Ernährung waren ansprechend aufbereitet. Eine Waage diente dazu, den CO2-Verbrauch verschiedener Produkte zu messen. So konnte man sich ein ganzes Gericht zusammenstellen und schauen, wie viel CO2 es benötigte. Direkt daneben konnte man noch sehen, welche Anbaufläche für verschiedene Gerichte benötigt wird. Eine Portion Spaghetti Bolognese mit Rinderhack und Käse sollen demnach 1,9 Quadratmeter Ackerfläche verbrauchen, wohingegen eine Portion Spaghetti mit Tomatensoße gerade einmal 0,9 Quadratmeter verbraucht. Gebastelte Grünflächen auf dem Boden machten den Unterschied deutlich.

„Unsere Ausstellung spricht viele Sinne an“, erklärte Annika Hollmichel vom Verein Umweltlernen in Frankfurt. „Und an jedem Stand gibt es eine Handlungsoption“, fügte Projektleiterin Krocke hinzu. Die Optik des Projektes sei den Veranstaltern auch sehr wichtig gewesen. „Es soll ein Hingucker sein.“ Tatsächlich blieben viele Passant:innen stehen, um sich die bunte Ausstellung anzusehen. Auch mehrere Schulklassen besuchten das Projekt auf dem Frankfurter Marktplatz.

„Die Planung und Umsetzung war eine große Herausforderung“, erzählte Hollmichel. „Am schwierigsten war es, die ganze Produktion im Blick zu behalten, damit ein rundes Bild entsteht.“ Es sei außerdem nicht leicht gewesen, das Material so klein zu halten, dass es am Ende in die Fahrräder passt. Da musste man kreativ werden – und so ist auch die mobile Litfaßsäule aus Stangen und Tüchern entstanden. „Ich finde es toll, dass das Projekt im öffentlichen Raum stattfindet“, sagte Hollmichel am Ende. „So erreicht es viele Menschen in der gesamten Region.“

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