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Das Steigenberger Hotel Frankfurter Hof hat wieder für Touristen seit dieser Woche geöffnet.
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Das Steigenberger Hotel Frankfurter Hof hat wieder für Touristen seit dieser Woche geöffnet.

Hotels und Gastro in Frankfurt

Frankfurt: Außengastronomie und Hotels öffnen - aber die Sonne fehlt

  • Kathrin Rosendorff
    VonKathrin Rosendorff
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Die Außengastronomie in Frankfurt ist seit dieser Woche wieder geöffnet. Touristen dürfen wieder in die Hotels. Aber das Wetter spielt nicht mit.

Am Dienstagmittag ist Tag zwei, an dem nun auch in Frankfurt die Außengastronomie wieder öffnen darf. Aber es regnet und Wind kommt auf. Nordsee-Wetter. „Heute kam bislang kein einziger Gast“, sagt ein Gastronom des Open Air Food Courts „korrekt.FFM“ auf der Mainzer Landstraße. Um den Burger am Tisch essen zu dürfen, müssen die Gäste ein negatives Schnelltestergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden sein darf. Und wie die Stufe 1 des hessischen Öffnungsplans vorsieht, dürfen ansonsten nur vollständig Geimpfte und Genesene ohne Test essen gehen. Das Testen sei vielen Menschen zu lästig, so der Herr beim Food Court. Dabei biete er sogar kostenlos Selbsttests an. Neben den gängigen Tests mit Nasenabstrich („Popeltests“, wie er sie nennt) gibt es auch Spucktests im Angebot. Diese seien unkompliziert. Doch auch Tests bringen wenig, wenn die Kundschaft fehlt. „Wir warten sehnsüchtig auf den Sommer“, sagt er. Bei gutem Wetter würden die Leute eher lästige Tests und alle möglichen Regeln in Kauf nehmen um mal wieder essen zu gehen.

„Wir sind so glücklich, dass wir nach sechs Monaten wieder öffnen dürfen“, sagt Reza Madej, der Betreiber des Café Extrablatt

In dem in Nicht-Pandemiezeiten stets vollen Café Extrablatt an der Bockenheimer Warte, das sehr viele Tische draußen auf dem Platz anbietet, haben trotz des Wetters einige Gäste Platz genommen. Denn sie sitzen nicht nur überdacht und mit Wärmelampen, sondern es gibt zudem im Restaurant selbst nun ein Corona-Testcenter. „Das ist eine Kooperation mit dem Testcenter. Wir bieten ihnen die Räume, unsere Gäste können sich vor Ort testen lassen“, sagt Reza Madej, der Betreiber des Cafés Extrablatt. Die Gäste dürfen sich während der 15-Minuten-Wartezeit hinsetzen. Aber erst mit negativem Testergebnis dürfen sie bestellen. Vier junge Frauen sitzen bei Burger und Pommes und haben sich hier testen lassen. „Man muss sich anpassen, ist halt Pandemie, und ich bin froh, wieder essen gehen zu dürfen“, sagt eine der Frauen. Betreiber Madej betont: „Wir hätten auch am Pfingstmontag bei Hagel geöffnet. Wir sind so glücklich, dass wir nach sechs Monaten endlich wieder öffnen dürfen und in die glücklichen Gesichter unserer Gäste schauen können.“

Der Gastronom sagt weiter, dass es ein paar Wochen dauern werde, bis sie wieder Umsatz machen würden. Und er verstehe so auch Gastronomen-Kollegen, die eben noch abwarten, bis sie öffnen. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien happy, wieder arbeiten zu können. 20 Festangestellte hatte er vor dem November-Lockdown. „Davon sind noch zehn da, die anderen zehn haben sich neue Jobs gesucht. Die Aushilfen sind alle weg. Ich habe schon ein paar neue Leute eingestellt, aber ich bin auch noch auf der Suche nach neuem Personal.“ Reza Madej ist positiv gestimmt, dass die Inzidenzzahlen weiter sinken, weil immer mehr Menschen geimpft würden.

Anders als in der Gastro reicht ein Selbsttests für Touristen in Frankfurter Hotels nicht aus

„Wenn in den nächsten 14 Tagen die Inzidenz in Frankfurt unter 100 bleibt, fällt die Testpflicht in der Außengastronomie weg“, sagt Julius Wagner, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Hessen. Er findet die Idee eines Corona-Testcenters im Restaurant eine intelligente Idee. Aber es sei auch möglich, dass Gäste vor Ort und in der Anwesenheit des Gastronoms einen Selbsttest machen.

Die Frankfurter Hotels dürfen seit Montag neben Geschäftsreisenden nun auch wieder Tourist:innen beherbergen – allerdings nur bis zu einer Belegungsgrenze von 60 Prozent. Außerdem müssen Gäste bei der Anreise, ähnlich wie in der Außengastronomie, einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Anders als in der Gastro reicht ein Selbsttest aber nicht aus. Genesene und vollständig Geimpfte sowie Geschäftsreisende sind derweil von der Testpflicht ausgeschlossen. Bei längeren Besuchen müssen laut Dehoga Tourist:innen einen negativen Test bei der Anreise vorweisen und sich dann alle zwei Tage einem Schnelltest unterziehen. Der große Touristen-Ansturm bleibt bis dato aber aus. „Es herrscht noch eine gewisse Unsicherheit unter den Gästen“, sagt Friedrich von Schönfeldt, Manager des Steigenberger Hotels Frankfurter Hof. Dennoch gebe es eine merkliche, obgleich langsame Zunahme an Anfragen.

„Spontane Reiselust nach Frankfurt bleibt aus“

Frankfurt sei grundsätzlich auch eher ein Ziel für Geschäftsreisen, merkt Florian Steinmaier, Direktor der Villa Kennedy, an. „Jetzt, wo alle Feste, Messen, Kongresse und Sonstiges abgesagt wurden, werden wir erst recht nicht von Touristen überrannt werden.“ Momentan herrsche in seinem Hotel eine Belegung von gerade mal 30 Prozent. Um kostendeckend zu arbeiten, brauche er mindestens 70 Prozent. Mit den erlaubten 60 Prozent komme er also „wirtschaftlich gesehen nicht weit“.

Ein paar Buchungen trudeln zwar seit den Lockerungen auch bei ihm ein, diese seien aber eher für die Schulferien im Juli und August. „Spontane Reiselust nach Frankfurt bleibt momentan aus“, sagt er trocken. „Bei dem Hundswetter denken sich die meisten Leute wahrscheinlich, dass sie genauso gut zu Hause bleiben können.“ Von Kollegen in anderen Frankfurter Hotels weiß er, dass es dort ähnlich aussieht. (Clara Meyer-Horn und Kathrin Rosendorff)

Auch die Fitnessstudios in Frankfurt sind jetzt schon geöffnet. Unter Auflagen.

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