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Viele stellen sich schon nachts vor der Ausländerbehörde an, um noch einen der knappen Termin zu bekommen. 

Warteschlangen ab Mitternacht

Mehr Mitarbeiter für die Ausländerbehörde

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Die Behörde ist völlig überlastet, Personal fehlt. Die Kommunale Ausländervetretung macht jetzt einen Vorschlag, wie die Situation verbessert werden könnte. 

Um gegen die Probleme in der Ausländerbehörde vorzugehen, regt die Kommunale Ausländervertretung (KAV) Abordnung von anderen Behörden an. In einem Antrag, den das Gremium beschlossen hat und der nun den Stadtverordneten vorliegt, heißt es, dieser Weg müsse – wenn nötig – gegangen werden, um das Personal der Behörde aufzustocken. Die betroffenen Mitarbeiter sollten zunächst eine Schulung bekommen.

Im Römer wird seit mehr als einem Jahr über die Zustände in der Ausländerbehörde diskutiert. Dort bilden sich oft lange Warteschlangen. Mitunter kommen Klienten mitten in der Nacht, um sich anzustellen, wobei auch das keine Garantie ist, am folgenden Tag an die Reihe zu kommen, wie Betroffene in Sitzungen des Sicherheitsausschusses der Stadtverordneten berichteten.

Das größte Problem für die Behörde ist der Personalmangel. Wie Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) berichtete, sind die Arbeitsplätze in dem Amt nicht begehrt, da die Tätigkeit wegen der vielen Rechtsvorschriften als komplex und wegen des direkten Kontaktes zu mitunter emotional auftretenden Menschen als anstrengend gilt. Insofern ist es laut Frank schwierig, offene Stellen zu besetzen.

Weiter schlägt die KAV vor, die Öffnungszeiten der Behörde auszuweiten. Die Beratung – sowohl persönlich als auch im Internet – sollte auch in den Muttersprachen der Migranten möglich sein. Schließlich sollte die Politik über eine Dezentralisierung der Behörde beraten. Bestimmte Anträge könnten auch in den Bürgerämtern in den Stadtteilen gestellt werden.

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