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So werden Radfahrer besser gesehen: roter Radweg an der Schönen Aussicht.  

Verkehr

Frankfurt: Ausbau der Radwege geht weiter

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Der Abschnitt auf der Friedberger Landstraße wird teils in den Ferien errichtet.

Der Ausbau der Radwege in der Stadt, dem die Stadtverordneten im Einvernehmen mit dem Radentscheid Frankfurt zugestimmt haben, geht in diesem Jahr weiter. Sobald die Witterung es zulasse, werde der Radweg entlang der Friedberger Landstraße nach Norden - von der Battonnstraße bis zum Friedberger Tor - errichtet. Dafür falle eine Fahrspur weg, führte Stefan Lüdecke, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), auf Anfrage aus.

Lüdecke leitet die städtische Stabsstelle Radverkehr im Verkehrsdezernat und koordiniert den Ausbau des Radnetzes, an dem das Radfahrbüro im Straßenverkehrsamt und das Amt für Straßenbau und Erschließung beteiligt sind.

Im nächsten Schritt, wohl bis Frühjahr, werde der Radweg auf der Südseite der Hanauer Landstraße ausgebaut, zwischen Osthafenplatz und Ratswegkreisel. Dort fahren Radfahrer derzeit auf einem holprigen Bordsteinradweg. Dieser werde ertüchtigt, die Parkplätze fielen weg. Den Wegfall der Parkplätze habe das Straßenverkehrsamt schon genehmigt, sagte Lüdecke.

Weiter gehe es in den Osterferien (6. bis 18. April), wenn erfahrungsgemäß weniger Verkehr in der Stadt unterwegs sei. Dann werde der Radweg auf der Friedberger Landstraße nach Süden, vom Friedberger Tor zur Battonnstraße, umgesetzt. Dabei falle ein Fahrspur weg.

Fahrradfreundliche Kreuzungen

Der Bau des Radwegs auf der Friedberger Landstraße zwischen Friedberger Tor und Matthias-Beltz-Platz soll in den Sommerferien erfolgen (6. Juli bis 14. August) - dann sind wieder weniger Fahrzeuge in der Stadt unterwegs. Je eine Fahrspur fällt weg. Weil eine Tram-Haltestelle den Platz beengt, wird ein Abschnitt des Radwegs über die Rotlintstraße geführt.

„Die Umsetzung des Radentscheids ist eine Aufgabe fürs neue Jahrzehnt“, sagte Lüdecke, der Erwartungen bremste, die Stadt werde binnen kürzester Zeit für Radfahrer umgebaut. Vor allem der Umbau von Kreuzungen brauche einen „Vorlauf von bis zu zwei Jahren“.

Im Beschluss der Stadtverordneten ist die fahrradfreundliche Erneuerung von 15 Kreuzungen in den kommenden Jahren vorgesehen. Pro Jahr sollen 2000 Fahrradparkplätze errichtet werden, größtenteils mit Bügeln, aber auch überdacht.

18 Stellen in der Verwaltung werden geschaffen, um die Radwege zu planen und den Bau zu koordinieren. Insgesamt sind 45 Kilometer Radwege vorgesehen, sowie fahrradfreundliche Nebenstraßen, breite Fahrradtrassen, Radschnellwege. Im Amt für Straßenbau und Erschließung werde eigens ein „Sachgebiet Radverkehr“ eingeführt, sagte Lüdecke.

Für den Radschnellweg von Frankfurt nach Darmstadt - ein Teil bei Egelsbach ist gebaut - hat die Stadt Planungsmittel in Höhe von 737 000 Euro freigegeben. Nun werde der Radschnellweg auf Frankfurter Grund geplant.

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