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Schädlingsbekämpfung

Frankfurt: Aus der Luft gegen Eichenprozessionsspinner

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Hubschrauber sprühen wieder Bio-Gift auf die haarigen Raupen. Auch am Boden sind Leute unterwegs, um zwei Gefahren zu lindern.

Nicht zu verjagen, diese Spinner. Irgendwann flattern sie als Schmetterlinge davon und tun so, als wäre nichts gewesen. Aber vorher fressen sie unsere Bäume kahl – und piesacken uns mit ihren Gifthaaren.

Die Eichenprozessionsspinner sind los. Ihre Saison beginnt, und damit auch die Saison der Hubschrauber: Am Mittwoch und Donnerstag, 19. und 20. Mai, besprühen die Leute vom Grünflächenamt insgesamt 217 Hektar Stadtwald mit Helikoptern aus der Luft und etwa 6700 Eichen im Stadtgebiet vom Boden aus. Das soll der Vorbeugung gegen die gefräßigen Raupen dienen.

„Eine notwendige Maßnahme, für die wir auch mittelfristig keine Alternative sehen“, sagt Heike Appel, die Leiterin des Grünflächenamts. Es gehe schließlich um die Gesundheit der Frankfurterinnen und Frankfurter. „Wir wollen vermeiden, dass sie unangenehme Bekanntschaft mit den Raupen machen.“

Erste Ziele des Hubschraubers sind der Fechenheimer Wald, Riederwald und Oberrad, dann folgen die Baumkronen in Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim sowie auf den Friedhöfen Oberrad und Goldstein. Ohne Helikopter kommen in den nächsten Wochen die etwa 6700 Eichen an die Reihe, die an Straßen und in öffentlichen Grünanlagen stehen, auf Spielplätzen, Schulhöfen und Freiflächen von Kindertagesstätten. Dort sprühen die Fachleute vom Boden aus, und zwar mit biologischen Mitteln wie dem Bacillus thuringiensis. Es gilt als ungefährlich für Menschen, solange es auf Bäume gesprüht wird und nicht direkt auf Lebensmittel.

Schon lang laben sich die Eichenprozessionsspinner an unseren Eichen; der Klimawandel hilft den wärmeliebenden Tieren bei der Ausbreitung. Vor dem Kontakt mit ihren feinen Härchen, sogenannten Brennhaaren, wird ausdrücklich gewarnt: Sie können Hautausschlag verursachen. Das sieht nicht schön aus, wie das Flugblatt der Stadt eindringlich vor Augen führt. Schlimmer ist aber, dass die Brennhaare die Atemwege reizen und im Extremfall zum allergischen Schock führen können. Larven oder Nester der Eichenprozessionsspinner sollen daher nicht berührt, Nester keineswegs selbst entfernt werden, warnt das Grünflächenamt.

Etwa 160 000 Euro werde der Einsatz des Sprühmittels voraussichtlich in diesem Jahr kosten, teilt die Behörde mit. Wer Fragen zum Eichenprozessionsspinner hat, kann die Hotline des Grünflächenamts anrufen: Telefon 069 / 212 309 91. Das Flugblatt zum Thema ist zu finden unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/publikationen/gruenflaechenamt/musterseite_publikation

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