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Der Masterplan Mobilität soll unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen.
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Der Masterplan Mobilität soll unterschiedliche Interessen unter einen Hut bringen.

Mobilität

Frankfurt: Auftakt für Masterplan Mobilität

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Das erste Mobilitätsforum sammelt Ideen aus der Bürgerschaft - weitere sollen folgen.

In Frankfurt erarbeitet das Verkehrsdezernat bis Jahresende einen Masterplan Mobilität als Nachfolge zum Gesamtverkehrsplan, und erstmals werden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Zum Auftakt am Dienstagabend nahmen bis zu 460 Personen an einer Online-Veranstaltung teil. Ihre Beiträge zu den Themen Mobilitätsangebote, Umwelt und Klima sowie Verkehrssicherheit werden in den kommenden Tagen als Dokumentation bereit gestellt.

D ie Veranstaltung wurde von der Agentur Zebralog und der Verkehrsberatungsfirma PTV moderiert. Auf Grundlage etwa der Modal-Split-Daten der TU Dresden, der Frankfurter CO2-Bilanz und der Unfallstatistik der Polizei Frankfurt wurden drei Thesen in den Raum gestellt: Die Konkurrenzsituation zwischen Autos und Fahrrädern hat zugenommen, die Unzufriedenheit ist entsprechend gestiegen.

Bei Treibhausgasen im Verkehrssektor wurde in der Stadt in den vergangenen 30 Jahren keine Reduzierung erreicht. Und: Der Fuß- und Radverkehr ist unverhältnismäßig stark von Unfallfolgen bedroht - das Potenzial, die Sicherheitsdefizite zu beheben ist entsprechend hoch. Die Bürgerinnen und Bürger wurden aufgefordert, ihre Ansichten zu den drei Themen auf einer digitalen Pinnwand einzutragen und an Abstimmungen teilzunehmen.

Weitere Bürgerbeteiligung folgt

Wie bei Diskussionen über Mobilität üblich, gingen die Meinungen weit auseinander. Auf der einen Seite bemängelten einige, Radfahrende würden zu wenig auf Menschen, die zu Fuß gingen, aufpassen. Auf der anderen Seite wurde die Klage über rücksichtslose Autofahrende laut. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich für mehr Lebensqualität in Frankfurt aus und sahen den Bedarf nach einer Umverteilung des Straßenraums. Von Seiten der Wirtschaft kam hingegen die Forderung, den Wirtschaftsverkehr nicht zu vernachlässigen.

„Mit dem Masterplan Mobilität nehmen wir eine strategische Perspektive ein, ohne uns in unserer Handlungsfreiheit einschränken zu lassen“, sagte Heiko Nickel, der im Verkehrsdezernat den Masterplan Mobilität steuert. Die Umsetzung des Radentscheids oder die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung gingen während der Arbeit am Masterplan weiter.

Im Masterplan Mobilität laufen die vorhandenen Strategien und Datengrundlagen der Stadt - etwa der Nahverkehrsplan, der Luftreinhalteplan, die CO2-Bilanz zusammen. Insgesamt soll der Verkehr nachhaltiger und klimafreundlicher werden - auch um die Frankfurter Klimaziele einzuhalten. Bis zum Jahr 2050 will die Stadt ihren Energieverbrauch um die Hälfte reduzieren und die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um mindestens 95 Prozent reduzieren.

Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme am ersten Mobilitätsforum: „Corona kann vieles kaputtmachen, aber nicht das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Mobilität“. Im Frühjahr soll das zweite Mobilitätsforum mit Bürgerbeteiligung stattfinden, später ein drittes Mobilitätsforum.

Infos zum Masterplan Mobilität gibt es unter: www.frankfurt.de/masterplan-mobilitaet. Fragen per E-Mail an: masterplan-mobilitaet@stadt-frankfurt.de

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