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Frankfurt aufräumen für alle

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Von: Thomas Stillbauer

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Wer seinen Müll einfach in die Rabatten wirft: Flasche.
Wer seinen Müll einfach in die Rabatten wirft: Flasche. © Rolf Oeser

Am diesem Freitag und am Samstag ist „Frankfurt Cleanup“. Es gibt zentrale Aktionen an zwei Orten und viele angemeldete Gruppen in den Stadtteilen.

Voriges Jahr machten rund 2700 Leute mit – da war aber auch Spitzenwetter. Wie es diesmal wird? Mal sehen, angemeldet haben sich jedenfalls 2622 Sauberkeitsliebende. „Die Menge der Anmeldungen zeigt, der ‚Frankfurt Cleanup‘ ist längst zu einer Marke geworden“, sagt Rosemarie Heilig (Grüne), die Frankfurter Klimadezernentin und Aufsichtsratsvorsitzende der Müllentsorgerin FES. Der Slogan an diesem Freitag und am Samstag: „Hey, Frankfurt! Wir putzen Dich heraus“.

Frankfurt Cleanup, das bedeutet so viel wie: Frankfurt saubermachen, ist aber Englisch, weil es zu einer weltweiten Aktion namens „World Cleanup Day“ gehört. Die ist eigentlich im Herbst, aber die kleine Metropole ist oft so vermüllt, dass hier zweimal im Jahr aufgeräumt wird. Nur sicherlich nicht von denen, die den Dreck liegen lassen.

Offiziell anmelden, allein oder als Gruppe, konnte man sich schon vor Wochen. Das geht jetzt nicht mehr, aber wer mag, kann auf eigene Faust saubermachen oder zu den zentralen Sammelaktionen gehen. Die sind am Opernplatz (Freitag) und am Kurfürstenplatz in Bockenheim (Samstag, jeweils 10 bis 14 Uhr).

„Seit einigen Jahren nehmen wir vor allem eines wahr“, sagt Rosemarie Heilig. „Der Abfall in Grünanlagen und Straßen wird mehr.“ Dies, obwohl mehr gereinigt werde und obwohl die Stadt mehr Mülleimer aufgestellt habe. „Es gibt immer noch zu viele Menschen, denen der Weg zum nächsten Mülleimer zu weit ist“, ärgert sich die Stadträtin. „Lassen Sie uns daher wieder gemeinsam ein Zeichen gegen die Vermüllung unserer Stadt setzen. Räumen Sie mit uns auf.“

Zigarettenkippen und vor allem Verpackungsabfall sind die größten Posten in Parks und Grünanlagen. Es gibt aber Hoffnung, wenn auch nicht direkt auf Verhaltensänderung: „Ab 2023 werden für die Gastronomie Mehrwegverpackungen verpflichtend sein“, erinnert Heilig. Das könnte helfen. Auch die Stadt wolle analog zum „Erfolgsmodell Mainbecher“ ein Angebot für Mehrweggeschirr etablieren – auf dem Weg zur „Zero-Waste-City“. Das ist ebenfalls Englisch und heißt „Null-Müll-Stadt“.

Plastik sei eine Belastung fürs Ökosystem, sagt die Klimadezernentin. „Dem UN-Abkommen gegen Plastikmüll, wie es auch Deutschland im März unterschrieben hat, müssen jetzt verbindliche Vorgaben folgen: weniger Abfall, mehr Wiederverwendung, mehr Recycling.“ Den „Frankfurt Cleanup“ organisieren die Sauberkeitskampagne #cleanffm, das Grünflächenamt und die Abfallentsorgerin FES. Handschuhe, Pickerzangen und Müllbeutel gibt es bei den zentralen Sammelaktionen.

Weitere Informationen unter: www.cleanup.fes-frankfurt.de

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