1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Auf Parkringen ins Parkhaus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Leclerc

Kommentare

Ein Parkring führt am Hauptbahnhof entlang. Foto: Monika Müller
Ein Parkring führt am Hauptbahnhof entlang. Foto: Monika Müller © Monika Müller

Der Magistrat bewilligt neun Millionen Euro für ein neues Verkehrsleitsystem. Insgesamt 65 „volldynamische LED-Tafeln“ will die Stadt aufstellen.

Wer öfter mit dem Auto in eines der Frankfurter Parkhäuser fährt, hat es vielleicht schon bemerkt: Die Zahl der freien Plätze, die im Parkleitsystem angezeigt werden, stimmt meist nicht. Die CDU im Römer hatte das schon im April im Stadtparlament kritisiert. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) führte damals aus, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale müssten die Daten händisch eingeben. Das Parkleitsystem stamme aus den 1990er Jahren. Die automatische Weitergabe der Daten sei wegen einer Sicherheitslücke abgeschaltet worden.

Am Freitag hat der Magistrat gut neun Millionen Euro für ein neues Verkehrsleitsystem bewilligt. Die Stadtverordneten müssen noch zustimmen. Das neue System soll das vorhandene Parkleitsystem und die großen Verkehrsinformationstafeln, die 2005 hinzukamen, ersetzen.

Zwei Parkringe in der City

Insgesamt 65 „volldynamische LED-Tafeln“ will die Stadt aufstellen, damit Autofahrerinnen und Autofahrer den Weg ins Parkhaus besser finden. Großformatige Verkehrsinformationstafeln sollen die Autos an den Zufahrtsstraßen auf die Parkmöglichkeiten hinweisen. In der Stadt selbst sind zwei sogenannte Parkringe geplant.

Ein Parkring leitet zu den beiden Parkhäusern am Hauptbahnhof, auf der Nord- und der Südseite. Autos fahren in einem Ring von der Karlstraße, Moselstraße und Taunusstraße über die Straße am Hauptbahnhof zum Baseler Platz, wo sie wenden können.

Der zweite Parkring führt durch die Frankfurter Innenstadt: vom Anlagenring über die Hofstraße, die Neue Mainzer Straße und die Weißfrauenstraße auf die Berliner Straße, die Kurt-Schumacher-Straße und zurück auf den Anlagenring. In der Gegenrichtung verläuft der Parkring über den Cityring, die Konrad-Adenauer-Straße, die Berliner Straße, die Neue Mainzer Straße zurück auf den Cityring.

Auf den Parkringen sollen die Ausfahrten zu den Parkhäusern mit LED-Anzeigetafeln ausgeschildert sein. Dort sieht man dann, wie viele Plätze frei sind. Klassische Verkehrsschilder übernehmen die kleinteilige Wegweisung bis ins Parkhaus. Auf den LED-Anzeigetafeln lassen sich laut Magistratsvortrag aber nicht nur die freien Plätze anzeigen. Falls die Fläche auf den Tafeln knapp sei, gelte folgende Priorität: Sperrungen und Behinderungen, Umweltinformationen etwa zur Luftschadstoffbelastung, Veranstaltungshinweise, dann erst die Parkleitinfos, also freie Stellplätze, Ankündigungen von Sperrungen oder Veranstaltungen und Hinweise zur Nutzung von Bus und Bahn. Falls die Bevölkerung gewarnt werden müsse, könnten die Tafeln auch zum Einsatz kommen.

Den besten Weg zu den Parkhäusern will die Stadt auch an Navigationsplattformen wie Mainziel, Google, Tom-Tom und den Mobilitäts-Daten-Marktplatz des Bundes weitergeben.

Auch interessant

Kommentare