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Frankfurt: Auf den letzten Drücker zur Ausbildung

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Zehn Minuten haben Interessierte und Unternehmen beim „Azubi Speed Dating“ Zeit, einander kennenzulernen.
Zehn Minuten haben Interessierte und Unternehmen beim „Azubi Speed Dating“ Zeit, einander kennenzulernen. © Monika Müller

Beim „Azubi Speed Dating“ der IHK umwerben Unternehmen und künftige Azubis einander – nun wieder in Präsenz.

Mansur will an diesem Donnerstag keine Fehler machen, er will einen hervorragenden ersten Eindruck hinterlassen. Zur Jobmesse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt brachte der 22-Jährige sein weißes Hemd im Rucksack mit und zog es erst anstelle seines weißen T-Shirts an, als er sich sicher war, nicht „overdressed“ zu wirken, wie er sagt. Nach seiner mittleren Reife habe er die Fachhochschulreife machen wollen, doch habe es nicht geschafft. Nun hofft er, noch kurzfristig einen Ausbildungsplatz zum Kaufmann für Büromanagement zu bekommen und hat sich dafür fünf Unternehmen herausgesucht, denen er sich beim „Azubi Speed Dating“ in der IHK am Börsenplatz vorstellen möchte.

Sowohl die jungen Menschen wie Mansur als auch die Unternehmen sind spät dran: Üblicherweise starten die Ausbildungen zum 1. August oder 1. September. Ein späterer Einstieg ist jedoch noch möglich, gerade da die Berufsschule erst in dieser Woche begann. Angemeldet haben sich an diesem Donnerstag 26 Unternehmen aus Frankfurt, dem Main- und Hochtaunuskreis sowie rund 180 Interessierte. Dadurch, dass Anmeldungen noch bis kurz vor den jeweils einstündigen Zeitabschnitten eingehen können, rechnet Sandra Bürger von der IHK am Donnerstagmorgen mit etwa 200 Teilnehmer:innen. „Man lernt sich hier unvoreingenommen kennen. Das ist eine gute Chance für beide, auf den letzten Drücker noch etwas Gutes zu finden“, sagt sie.

Um sich als Unternehmen bei den potenziellen Auszubildenden vorzustellen, erklärt Jeanne Minor vom Intercity Hotel am Flughafen die ersten Minuten ganz grundsätzlich, was einen in der Hotellerie erwartet. Ob zehn Minuten reichen, um dann auch die Bewerber:innen kennenzulernen? „Für einen ersten Eindruck reicht die Zeit“, sagt sie. Wenn es dann „vom Typ Mensch passt“, werden Bewerber:innen zu einem eintägigen „Schnupperpraktikum“ eingeladen und können dann noch bis Ende September in die Ausbildung einsteigen. Zwei der vier Ausbildungsplätze seien aktuell noch zu besetzen, so Minor.

Das Intercity Hotel nimmt nach einer langen Corona-Pause wieder an der Ausbildungsmesse teil. Zuletzt fand die drei Mal im Jahr angesetzte Messe nur online statt – manche Unternehmen entschieden sich daraufhin, die Teilnahme auszusetzen, wie Bürger von der IHK sagt.

Nun habe sie ein „gutes Gefühl“ bei der Präsenz-Veranstaltung: Die Aussteller verteilen sich auf zwei Stockwerke, es gelten die 3G-Regeln.

Wichtig sei der persönliche Kontakt, den auch Bewerber:innen wie Mansur schätzen. Corona habe die Suche nach einem Ausbildungsplatz „nicht leichter gemacht“. Nachdem er sich bei zwei Unternehmen vorgestellt hat, ist er zuversichtlich. Er sei gut vorbereitet gewesen, konnte etwa auch ein Unternehmen darauf ansprechen, dass er bereits seine Bewerbungsunterlagen geschickt habe. Ein erster Eindruck, mit dem er zufrieden ist. (LAURA ROBAN)

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