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Der Architekten-Entwurf für die Arena am Kaiserlei.
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Der Architekten-Entwurf für die Arena am Kaiserlei.

Frankfurt

Frankfurt: Standorte für Multifunktionsarena in der Prüfung

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die neue Römer-Koalition plant eine Anhandgabe an die Skyliners für den Kaiserlei, wenn sie rechtlich möglich ist. Beim Planungsrecht für den Flughafen warte man auf die Fraport.

Frankfurt am Main - Grüne, SPD, FDP und Volt haben sich in ihrem Koalitionsentwurf unisono für eine Multifunktionsarena für den Frankfurter Spitzensport ausgesprochen. Die Löwen (Eishockey), die United Volleys (Volleyball) und die Skyliners (Basketball) brauchen eine neue, moderne Spielstätte. Dazu will die Koalition als erstes rechtlich prüfen, ob eine zweijährige Anhandgabe an die Arena am Kaiserlei-Entwicklungsgesellschaft um den geschäftsführenden Gesellschafter der Skyliners, Gunnar Wöbke, möglich ist.

Er plant, mit Unternehmern aus der Region eine Arena für 13 000 Zuschauer:innen am Kaiserlei zu bauen, nachdem das langjährige Ausschreibungsverfahren ohne Ergebnis beendet wurde. Mit einer Anhandgabe könnte die Gesellschaft nötige Prüfungen und Untersuchungen auf dem rund 60 000 Quadratmeter großen Grundstück einleiten. „Wir wollen da rechtlich sauber sein“, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Laut dem amtierenden Baudezernenten Jan Schneider (CDU) „spricht rechtlich nach meiner Ansicht nichts dagegen“.

Multifunktionsarena am Kaiserlei: Stadt in einer proaktiven Rolle

Bereits vor mehreren Monaten hatte er zusammen mit Sportdezernent Markus Frank (CDU) eine Vorlage dafür in die Koalitionsrunde mit Grünen und SPD eingebracht. Die SPD hatte damals abgelehnt. Eine rechtliche Prüfung werde nicht lange dauern, betonte Josef. „Dann muss in den zwei Jahren geprüft werden, ob die Voraussetzungen gegeben sind, insbesondere die wirtschaftlichen.“ Denn Gelder werde es weder direkt noch indirekt geben, betonten die Koalitionäre.

Während Josef die Stadt beim Kaiserlei in einer proaktiven Rolle sieht, „liegt der Ball beim Flughafen bei der Fraport“. Wenn der Flughafenbetreiber auf die Stadt zukomme, werde geprüft, ob dort Planungsrecht möglich sei. Im Regionalflächennutzungsplan ist das 30 000 Quadratmeter große Areal neben dem Parkhaus „The Squaire“ derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesen. „Die erste große Hürde ist das Bundesfernstraßengesetz“, so Josef. Bei Bundesstraßen wie der B43 müsse ein Abstand von 20 Metern, bei der Autobahn ein Abstand von 40 Metern eingehalten werden. „Wir müssen mit dem Bund als Straßenbaulastträger reden, ob die mitgehen würden, diese Abstände zu unterschreiten.“ Das sei einer der Indikatoren, zusätzlich zum Verkehrsaufkommen oder der Hallengröße, wie lange es dauert, das Planungsrecht zu schaffen. Mehrere Jahre aber auf jeden Fall.

Planungen für eine Arena am Flughafen

Am Flughafen will die Katz Group mit der Betreibergesellschaft „The Dome“ eine Arena für 23 000 Zuschauer:innen bauen. Der Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt sowie die United Volleys haben sich pro Flughafen ausgesprochen. Stefan Krämer, Geschäftsführer der Löwen, teilte am Mittwoch mit, dass der Weg mit dem „geschlossenen Koalitionsvertrag“ für eine Arena am Flughafen nun frei sei. Eine einseitige Lesart des Entwurfs.

Zumal auch noch unklar ist, welcher Investor sich am Flughafen durchsetzen wird. Die Fraport hatte im Januar ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt, bei dem sich mehrere Interessenten aus dem In- und Ausland gemeldet haben. Mit wem die Fraport detaillierte Gespräche führt, teilte sie nicht mit. (Timur Tinç)

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