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Frankfurt: kaum Chancen für Arena "The Dome" am Flughafen

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Bekommt Frankfurt eine Multifunktionsarena am Flughafen? Markus Frank (CDU) äußert sich kritisch.

  • Frankfurt: Pläne für Arena "The Dome" sind unsicher
  • Markus Frank (CDU) zweifelt an Umsetzbarkeit der geplanten Arena in Frankfurt am Flughafen
  • Politiker aus SPD und FDP kritisieren Franks Äußerunge zur Arena in Frankfurt

In ungewohnter Offenheit hat Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung Zweifel am Projekt „The Dome“ am Flughafen geäußert. Die kanadische Katz Group möchte dort eine Multifunktionsarena für 23 000 Menschen bauen. Doch Frank und die Stadtverordnete Sybill Meister (CDU) zeigten große Vorbehalte.

Zweifel über Seriosität der geplanten Arena in Frankfurt

Die Planer von„The Dome“ hätten ihn in den Gesprächen nicht überzeugt, erklärte Frank. Er deutete an, dass er an der Seriosität des Vorhabens zweifele. So sei ihm zunächst eine Seilbahn als Lösung für die Anbindung an die S-Bahn-Station Flughafen präsentiert worden. Als er eingewendet habe, dass die Kapazität dieser Gondeln nicht ausreichte, hätten ihm die Planer nach kürzester Zeit erklärt, dass sie auch problemlos eine S-Bahn-Station direkt an der Arena bauen könnten. Sybill Meister sagte spöttisch über die Investoren am Flughafen: „Die können alles, die machen alles, bei denen geht alles.“ Planungsprozesse dauerten aber eben wesentlich länger als von der Katz Group gedacht.

Frankfurt Arena: Vorstellungen der Stadt und der Investoren gehen auseinander

Das Vorhaben „The Dome“ war in den Blickpunkt der Politik gerückt, weil der Bau einer Halle am Kaiserlei auch nach Einschätzung von Markus Frank vor dem Aus steht. Die von der Stadt favorisierte Langano Gruppe hatte völlig überraschend doch kein Angebot für eine Halle im Grenzgebiet zwischen Frankfurt und Offenbach abgegeben. Derzeit verhandelt Frank mit dem zweiten Bieter, der Anschutz Entertainment Group, doch die Vorstellungen der Investoren und der Stadt lagen zuletzt weit auseinander.

Markus Frank (CDU) gerät wegen der geplanten Arena in Frankfurt in die Kritik

Die Katz Group brauche das Sportdezernat nicht, um am Flughafen zu bauen, betonte Frank. Sofern die Investoren mit der Fraport, der das vorgesehene Grundstück gehört, einig seien, könnten sie sich eine Baugenehmigung holen. „Es liegt nicht an uns, dass am Flughafen nicht schon die Kräne stehen“, sagte Frank und zog damit scharfe Kritik aus den Reihen von SPD und FDP auf sich. Michael Bross (FDP) betonte, die Stadtregierung sei mit dem Bau der Halle überfordert und sollte ihn privaten Investoren wie der Katz Group überlassen.

Holger Tschierschke (SPD) meinte, die Investoren am Flughafen könnten nicht 300 Millionen Euro investieren, solange die Stadt noch über den Standort Kaiserlei verhandele. „Es sieht so aus, als wären wir weit von einer Lösung entfernt“, so Tschierschke. Michael Müller (Linke) sagte, Frank sei „gnadenlos in eine Sackgasse geraten“.

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