1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Areal am Günthersburgpark anders entwickeln

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Mehrere Bürgerinitiativen kämpfen für einen Erhalt der „Grünen Lunge“ im Frankfurter Nordend. Sie wollen, dass dort höchstens die versiegelten Flächen bebaut werden.
Mehrere Bürgerinitiativen kämpfen für einen Erhalt der „Grünen Lunge“ im Frankfurter Nordend. Sie wollen, dass dort höchstens die versiegelten Flächen bebaut werden. © Michael Schick

Die Frankfurter Koalition arbeitet nach eigenen Angaben mit Elan an neuen Plänen für die „Grüne Lunge“ im Nordend. Die CDU hält die Abkehr vom Ursprungskonzept für skandalös.

Die Frankfurter Römer-Koalition will den bisherigen Bebauungsplanentwurf für das von Gärten geprägte Gebiet am Günthersburgpark so ändern, dass nur noch die versiegelten Flächen im Areal bebaut werden dürfen. Nichts hält das Bündnis von Grünen, SPD, FDP und Volt dagegen vom Vorschlag der Linken im Römer und mehrerer Bürgerinitiativen, die Arbeit am Bebauungsplan, der ursprünglich die Entwicklung der Günthersburghöfe mit 1500 Wohnungen ermöglichen sollte, einzustellen – um dann neu zu planen. Das haben Koalitionsvertreter:innen jetzt im Planungsausschuss klar gemacht.

Hebe die Stadt den Bebauungsplan auf, verliere sie rechtliche Eingriffsmöglichkeiten, argumentierte Johannes Lauterwald (Grüne). In der Tat kann eine Stadt, sobald ein Bebauungsplan in Arbeit ist, Baugesuche, die dem Planungsziel widersprechen, ablehnen. Der Stadtverordnete widersprach zudem der von der CDU, aber auch Initiativen vorgebrachten Kritik, es gebe seit der Kommunalwahl einen Stillstand bei den Plänen für das Areal, das auch als „Grüne Lunge“ bekannt ist. Noch berate die Koalition die Neuplanung intern, das geschehe aber „mit Elan“, sagte Lauterwald.

Für die CDU-Fraktion forderte Albrecht Kochsiek die Koalition auf, die ursprünglichen Pläne für das Areal umzusetzen. Es sei ein Skandal, dass dieses „ökologische Vorzeigequartier“ nicht errichtet werde. „Wenn wir die Klimakrise ernst nehmen, dürfen wir grüne Flächen nicht zubetonieren“, entgegnete Lauterwald.

Noch weiter als die Linke und die Initiativen, die sich für ein „solidarisches Quartier“ am Günthersburgpark einsetzen, ging Manfred Zieran (Ökolinx). Er warb dafür, das Gebiet aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes nicht zu bebauen und die versiegelten Flächen im Areal zu entsiegeln. Gar nichts mehr zu bauen, könne nicht das Ziel sein, sagte dagegen Simon Witsch (SPD). Es müssten schließlich dringend Sozialwohnungen und Wohnungen für die Mittelschicht errichtet werden. cm

Auch interessant

Kommentare