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Frankfurt: Architekturmuseum zeigt Entwürfe für Ausweichspielstätten der Oper

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Wie könnte eine Interimsspielstätte für die Oper Frankfurt aussehen? Dieser Frage geht eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum nach.

Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) zeigt noch bis 23. Februar vier mögliche Interimsspielstätten für die Oper Frankfurt. Die Ausstellung geht auf einen Herbstworkshop der Academy for Architectural Culture in Hamburg zurück, bei dem Studierende die Entwürfe entwickelt haben.

Als Grundstück dient das Gelände auf dem Kulturcampus Bockenheim, das sich neben dem Bockenheimer Depot befindet. Um den Entwürfen mehr Raum zu geben, wurde so getan, als existiere die denkmalgeschützte Universitätsbibliothek von Ferdinand Kramer aus den 1960er Jahren nicht.

Der Entwurf der ersten Gruppe sieht ein Gebäude mit viel Glas und Stahl vor, das weitläufige Flächen zum Aufenthalt auf mehreren Terrassen bietet. Die Probebühne und das Auditorium öffnen sich zur öffentlich zugänglichen Dachterrasse. Der Eintritt in Kantine und Café ist ohne Ticket möglich.

Der Entwurf der zweiten Gruppe präsentiert ein kubisches Gebäude mit weißer Blechfassade. Die dritte Gruppe arbeitet mit Holz und erinnert insofern an die Interimsspielstätte in Genf, die drei Jahre lang Ausweichort für das Grand Théâtre de Genève war. Ein gläsernes Foyer gibt den Blick auf den Platz frei, ähnlich großzügig wie die Glasfassade von Oper und Schauspiel am Willy-Brandt-Platz. Ein markanter Quader aus Cortenstahl ist das Ergebnis der vierten Gruppe.

„Die Entwürfe sind fast zu schön, um nur als Interimsbauten zu dienen“, sagte Andrea Jürges, die stellvertretende Direktorin des Deutschen Architekturmuseums. Sechzehn Studierende aus fünf Ländern sowie vier Tutoren hätten an diesem Projekt mitgearbeitet. Alle Vorschläge gingen auf die Besonderheiten des Ortes am Bockenheimer Depot ein und präsentierten eine Bühne des urbanen Lebens.

Für die Zeit vom 25. April bis 24. Mai kündigte Jürges eine Ausstellung der Frankfurt University of Applied Sciences zu „Neue Bühne(n) am Willy-Brandt-Platz“ an.

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