Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Arbeitslosigkeit

Frankfurt: Arbeitsmarkt belebt sich wieder

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
    schließen

Die Arbeitslosenquote in Frankfurt sinkt erstmals seit einem Jahr unter sieben Prozent. Aber nicht alle profitieren von der Belebung. Die Langzeitarbeitslosigkeit steigt sogar.

In Frankfurt entspannt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt langsam.

Die Situation auf dem schwer von der Corona-Krise getroffenen Frankfurter Arbeitsmarkt entspannt sich langsam. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ging die Arbeitslosigkeit im Mai zum vierten Mal in Folge zurück. Die Quote sank zum ersten Mal seit einem Jahr wieder unter die Marke von sieben Prozent. Mit 6,8 Prozent liegt sie nun 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert von April. Den Höchststand in der Pandemie hatte sie im August vergangenen Jahres mit einem Wert von 7,7 Prozent erreicht.

„Sinkende Inzidenzwerte und die damit einhergehenden Lockerungsmöglichkeiten sorgen für frischen Wind und begünstigen eine verspätete Frühjahrsbelebung auf dem Frankfurt Arbeitsmarkt“, sagte Stephanie Krömer, Leiterin der Agentur für Arbeit Frankfurt, am Dienstag. Im Vergleich zu den Anfangsmonaten der Pandemie würden derzeit weniger Menschen neu oder erneut arbeitslos. Zugleich schrieben die Betriebe wieder mehr offene Stellen aus. Das Thema Fachkräftemangel, über den vor der Krise viele Unternehmen klagten, rücke wieder in den Fokus.

Wieder mehr offene Stellen bei der Agentur für Arbeit in Frankfurt

Nach Zahlen der Frankfurter Agentur für Arbeit kamen im Mai 1526 offene neue Stellen hinzu, etwas weniger als im April. Inzwischen sind dort 5917 offene Stellen gemeldet. Gesucht werden etwa Beschäftigte in der Informatik, der Lagerwirtschaft, für Büro- und Sekretariatstätigkeiten, für die Kinderbetreuung sowie medizinische Fachangestellte.

Hessenzahlen

Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im Mai erneut gesunken. Rund 182 000 Frauen und Männer waren erwerbslos gemeldet, etwa 6000 weniger als im April und 10 000 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote sank auf 5,3 Prozent. In sieben Kreisen liegt sie unter vier Prozent. Am niedrigsten ist sie weiterhin im Landkreis Fulda mit 3,2 Prozent. Die höchsten Quoten weisen Offenbach (9,9 Prozent) und Kassel (8,3 Prozent) auf. cm

Kurzarbeit spielt eine geringere Rolle als noch vor einigen Monaten. Die Anzeigen gehen nach Zahlen der Arbeitsagentur seit Monaten zurück. Immerhin 104 Betriebe zeigten aber auch im Mai noch neu oder wieder Kurzarbeit an. Wie viele Menschen derzeit tatsächlich in Kurzarbeit sind, weiß die Arbeitsagentur noch nicht. Die jüngsten Zahlen stammen aus dem Januar. Damals waren 5021 Betriebe mit 91 719 Beschäftigten in Kurzarbeit.

In Frankfurt gibt es viel mehr Langzeitarbeitslose als vor einem Jahr

Von der leichten Erholung auf dem Arbeitsmarkt profitieren ältere Arbeitslose und Langzeitarbeitslose am wenigsten. 8,5 Prozent mehr Menschen über 50 Jahre als vor einem Jahr waren im Mai bei der Arbeitsagentur Frankfurt als erwerbslos gemeldet. Die Gruppe der Menschen, die mindestens ein Jahr arbeitslos ist, wuchs im selben Zeitraum sogar um fast zwei Drittel.

„Die Entwicklung zeigt, dass es vielen Menschen aufgrund der aktuellen Bedingungen nicht gelingen konnte, aus der Grundsicherung heraus eine neue Beschäftigung zu finden“, sagte Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Geschäftsführerin des Frankfurter Jobcenters. Dieses muss immer mehr Menschen finanziell unterstützen. Im Mai waren nach dessen Angaben 37 413 Familien oder Haushalte auf finanzielle Leistungen des Jobcenters angewiesen, 161 mehr als im Monat zuvor.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare