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Frankfurt: Arbeitslosigkeit sinkt trotz Krisen weiter

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Von: Christoph Manus

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Stephanie Krömer, Leiterin der Agentur für Arbeit Frankfurt, hält den Arbeitsmarkt in Frankfurt für stabil und aufnahmefähig.
Stephanie Krömer, Leiterin der Agentur für Arbeit Frankfurt, hält den Arbeitsmarkt in Frankfurt für stabil und aufnahmefähig. © christoph boeckheler*

Die Wirtschaft in Frankfurt erholt sich zusehends von der Corona-Krise. Die Zahl der Arbeitslosen geht zurück. Doch es gibt neue Risiken für den Arbeitsmarkt.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die sehr stark gestiegenen Energiepreise haben sich im März noch nicht auf den Arbeitsmarkt in Frankfurt und Hessen ausgewirkt. Die Arbeitslosenzahlen gingen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit jeweils weiter zurück.

In Frankfurt fiel die Zahl der Arbeitslosen, die in der Corona-Krise stark gestiegen war, im März unter die Marke von 25 000. Die Quote ging im Vergleich zum Februar um 0,2 Punkte auf 5,7 Prozent zurück. Sie liegt 1,4 Punkte unter dem Wert des Vorjahresmonats – aber immer noch über der Quote vor Ausbruch der Pandemie.

Zahl der Jobs in Frankfurt steigt - Unternehmen suchen Arbeitskräfte

Der Frankfurter Arbeitsmarkt erweise sich erneut als stabil und aufnahmefähig, sagte Stephanie Krömer, Leiterin der Frankfurter Agentur für Arbeit, am Donnerstag. Die wirtschaftliche Lage habe sich gegenüber dem ersten Pandemiejahr sichtbar verbessert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs stieg zuletzt weiter an, der Arbeitskräftebedarf der Betriebe hat nach Angaben der Arbeitsagentur kräftig zugelegt.

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Frankfurt wirkt sich langsam auch auf die Zahl der Langzeitarbeitslosen und der Bedarfsgemeinschaften aus. Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie könnten viele Menschen, Familien und Haushalte in Frankfurt, die durch die Corona-Krise in Not gerieten, ihren Lebensunterhalt wieder ohne finanzielle Hilfe des Jobcenters bestreiten, sagte Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt, am Donnerstag,

Ukraine-Krieg und Energiekrise treffen Arbeitsmarkt in Hessen noch nicht

Hessenweit liegt die Arbeitslosenquote mit 4,6 Prozent noch deutlich unter dem Frankfurter Wert. Am niedrigsten ist sie im Landkreis Fulda mit 2,7 Prozent, am höchsten in Offenbach mit nun 8,3 Prozent. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen bei der Bundesagentur für Arbeit, sieht den hessischen Arbeitsmarkt weiterhin in einer stabilen Verfassung. „Lieferengpässe sind bereits durch die Corona-Krise virulent und haben den Beschäftigungsaufbau und die Nachfrage nach Fachkräften nur zeitweise gebremst.“

Mit dem Ukraine-Krieg und möglichen Einschränkungen in der Energieversorgung gebe es neue Risiken für die deutsche Wirtschaft, sagt Martin zwar. Bisher halte der hessische Arbeitsmarkt diesem Druck aber stand.

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