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Frankfurt: Appell gegen neuen Bebauungsplan für Kulturcampus

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Von: Christoph Manus

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Der Erhalt des Juridicums auf dem Campus Bockenheim ist noch nicht geklärt. Foto: Peter Jülich
Soll das Juridicum erhalten bleiben? Zunächst sollte die Bausubstanz untersucht werden, rät der Frankfurter Städtebaubeirat. © peter-juelich.com

Der Städtebaubeirat warnt vor einer weiteren Verzögerung bei der Entwicklung des Kulturcampus. Das Expertengremium schlägt vor, rasch einen städtebaulichen Wettbewerb auszuloben.

In der Debatte über die Entwicklung des Uni-Campus Bockenheim in einen Kulturcampus hat sich der Städtebaubeirat der Stadt Frankfurt jetzt gegen Überlegungen gestellt, den Bebauungsplan für das Quartier zu ändern. Dieser spiegele die Ergebnisse des langjährigen Planungsprozesses und der Planungswerkstätten wider, heißt es in einer Stellungnahme. Das ehrenamtliche Expertengremium warnt zudem davor, dass der zu erwartende Zeitverzug den Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst gefährden könnte. Der Städtebaubeirat hält es für möglich, Änderungen stattdessen über Befreiungen von einzelnen Festsetzungen im Bebauungsplan vorzunehmen.

Zunächst sollte nach Ansicht des Städtebaubeirats nun ein städtebaulicher Wettbewerb für das Areal ausgelobt werden, in dem es nicht zuletzt um einen möglichen Erhalt des Juridicums gehen soll. Für die weitere Abwägung sollte dessen Bausubstanz rasch untersucht werden. Wichtig finden die Expert:innen auch, die Freiräume am Quartier und das dreieckige Baufeld südlich des Bockenheimer Depots in die Planung einzubeziehen.

Gremium hält zweistufiges Verfahren für Wettbewerb zum Kulturcampus für schneller

Sobald die Vorschläge für ein städtebauliches Konzept vorliegen, soll es dann einzelne Architekturwettbewerbe für die Hochschule, die Produktions- und Spielstätte Frankfurt Lab und die geplante Wohnbebauung sowie einen Wettbewerb für die Freiräume geben. Dieses zweistufige Verfahren reduziere die Komplexität der Aufgaben, erleichtere Entscheidungen und könne so sogar Zeit sparen, heißt es.

Das Gremium rät zudem, eine Organisationsstruktur mit externer Steuerung zu schaffen, die die Planungen koordiniert und die Wettbewerbe vorbereitet.

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