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Frankfurt: Appell fürs Schulfach Werken

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Von: Christoph Manus

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Handwerkliche Kompetenzen sollten nach Ansicht der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main und der Frankfurt University of Applied Sciences schon in der Schule erworben werden.
Handwerkliche Kompetenzen sollten nach Ansicht der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main und der Frankfurt University of Applied Sciences schon in der Schule erworben werden. © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Das Handwerk hat Nachwuchsprobleme. Die Frankfurt University of Applied Sciences und die Handwerkskammer werben für eine neue Bildungspolitik – und das Werken.

Die Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) und die Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main werben für die Wiedereinführung des Werkunterrichts an den Schulen. Das Handwerk habe die Chance auf eine Renaissance; ohne das Handwerk sei etwa die Energiewende nicht zu bewerkstelligen. Doch nach dem Schulabschluss zögen zu wenige junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk in Erwägung, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von UAS-Präsident Frank Dievernich und Handwerkspräsidentin Susanne Haus.

Das Handwerk versucht seit Jahren mit Kampagnen mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung in ihrem Bereich zu gewinnen. Der Nachwuchsmangel bleibt aber ein großes Problem. 2021 konnten hessenweit 9512 neue Lehrverträge abgeschlossen werden. Das waren gut 800 weniger als im Vorkrisenjahr 2019.

Um eine Trendwende zu erreichen, fordern Haus und Dievernich eine Neuausrichtung der Bildungspolitik, hin zu einer Aufwertung der Ausbildung. Dafür halten sie es für nötig, dass in der Schule handwerkliche Fähigkeiten gelehrt werden. „Beginnen wir also, die Schulklassen nicht nur mit i-Pads für die laufende Digitalisierung auszustatten, sondern reaktivieren wir zusätzlich wieder die alten Werkräume und den Werkunterricht als Zukunftsinvestition“, werben sie. Das gebe die Chance, auf breiter Ebene Kompetenzen verfügbar zu machen, die die Gesellschaft brauche, um die Zukunft zu meistern.

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