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So wie hier am Opernplatz läuft es in Frankfurt sehr häufig: Ein 50-er-Jahre-Gebäude wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
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So wie hier am Opernplatz läuft es in Frankfurt sehr häufig: Ein 50-er-Jahre-Gebäude wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Klimaschutz

Frankfurt: Appell für Sanierung statt Abriss

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Für eine klimagerechte Stadtplanung in Frankfurt macht sich der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten stark. Er will weg vom Abriss und Neubau von Gebäuden.

Die Frankfurter Gruppe des Bunds Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) lobt die politischen Bestrebungen für eine klimagerechte Stadtentwicklung in Frankfurt. In einem Forderungskatalog an die mögliche neue Stadtregierung von Grünen, SPD, FDP und Volt formuliert sie Grundsätze für eine entsprechende Architektur und Stadtplanung in Frankfurt. Die BDA-Gruppe wirbt etwa dafür, Gebäude zu sanieren, statt abzureißen.

„Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen“, fordert die Gruppe. Der Abriss bestehender Gebäude ohne Berücksichtigung des ökologischen Werts der verbauten Ressourcen sei nicht länger hinnehmbar. Das gelte auch für die Städtischen Bühnen. Die Architektinnen und Architekten fordern, dass die Diskussion wieder aufgenommen wird, ob diese nicht doch noch saniert werden könnten.

Öffentliche Bauten sollten nach Ansicht der BDA-Gruppe ergänzend zum Energieausweis einen CO2-Ausweis erhalten, in dem unter anderem das verwendete Baumaterial verzeichnet ist. Als ein mögliches Material, auch für Hochhäuser, bringt sie Holz ins Spiel. Die Dächer und Fassaden öffentlicher Bauten sollen begrünt sein. Wenn die Stadt und städtische Gesellschaften Bauanträge vergäben, sollten sich diese an ökologischen Standards orientieren.

Architektenbund fordert Stadt Frankfurt auf, mehr Experimente zu wagen

Nur noch auf versiegelten Flächen zu bauen, hält die Frankfurter BDA-Gruppe prinzipiell für falsch. Das schränke die Entwicklung ganzheitlicher Konzepte extrem ein und führe zu kleinteiligen Einzelmaßnahmen, heißt es. Sie wirbt stattdessen dafür, mit einer hohen Dichte zu bauen und gleichzeitig neue öffentliche Frei- und Grünräume zu entwickeln.

Von der Stadtpolitik wünschen sich die Architektinnen und Architekten mehr Bereitschaft für Experimente. So sollte diese nach Vorstellungen der Gruppe etwa gemeinschaftlich-flexible und innovative Wohnkonzepte in den Förderrichtlinien verankern und ihre Wohnungsgesellschaften dazu bringen, dass sie sich verstärkt neuen Wohnmodellen widmen.

Nicht nur die Stadt sollte ihre Grundstücke zudem nach bestem Konzept statt zum Höchstpreis vergeben. Geht es nach der BDA-Gruppe, wird die Stadt prüfen, ob sie auch private Eigentümer zu diesem Verfahren verpflichten kann. Die städtischen Erbbauzinsen, die derzeit bei 2,5 Prozent liegen, sollten nach Ansicht der Architektinnen und Architekten so abgestuft werden, dass innovative Gebäude und Nutzungen finanziell belohnt werden.

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