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Louie Hölzinger stellt um auf 2G. Foto: Michelle Spillner
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Louie Hölzinger stellt um auf 2G.

Ausgehen

Frankfurt: Apfelwein nur für Genesene und Geimpfte

Im Lokal Mainlust in Schwanheim und im Stalburg-Theater in Frankfurt gelten neue Regeln.

Erste Frage: „Habt Ihr reserviert?“ Zweite Frage: „Wie ist denn Euer Impfstatus?“ Wer vom 20. September an auf die zweite Frage weder mit „geimpft“ noch mit „genesen“ antworten kann, wird weder ins Stalburg-Theater im Nordend noch in die Apfelweinwirtschaft „Mainlust“ in Schwanheim eingelassen. Beide führen von Montag an die 2G-Regel ein. Mit der Antwort allein ist es nicht getan: „Ich kontrolliere jeden genau“, betont Mainlust-Wirt Louie Hölzinger.

Auf seiner Homepage hat er diese Regelung fürs Lokal bereits in der vergangenen Woche angekündigt, jeden seiner Gäste weist er in diesen Tagen darauf hin. Für die meisten sei das auch gar kein Thema, sagt er. In fünf Tagen haben sich vier Gäste beklagt. „Ja, und dann meldet man sich gleich bei Google an und gibt eine schlechte Bewertung ab“, sagt Hölzinger. Aber das kratzt ihn nicht. Er findet klare Worte, und er hat eine klare Haltung: „In diesen wilden und herausfordernden Zeiten hat Verantwortung immer größere Bedeutung. Bei der unübersichtlichen Lage der vierten Welle der Pandemie haben wir aus Rücksicht auf unsere Mitarbeiter und den großen Kreis unserer Stammgäste die Entscheidung getroffen.“ Der allergrößte Teil seiner Stammgäste sei ohnehin geimpft.

Ja, die Mitarbeiter sind alle geimpft, und der Chef weiß es – auch von der neuen Mitarbeiterin. Die ist Krankenschwester und hat vorher auf einer Covid-Station gearbeitet. Sie könne auch gerne mal zu jenen an den Tisch kommen, die aufgrund der bevorstehenden Regelung in der Mainlust Diskussionsbedarf hätten, „und erzählen, wie es ist, an der Beatmungsmaschine zu verrecken“, so Hölzinger. „Wenn ihr euch nicht selbst schützen wollt, ist es euer Ding, aber ihr verhindert die Herdenimmunität und ihr schützt uns nicht. Das ist asozial.“

Für Michael Herl und sein Team vom Stalburg-Theater sei es eine schwere Entscheidung gewesen, über die alle noch einmal eine Woche geschlafen hätten, bevor sie abgestimmt haben. Sechs waren für 2G, zwei haben sich enthalten, „weil sie Sorge haben, dass mit 2G weniger Gäste kommen“, erklärt Herl. „Aber vielleicht kommen ja sogar mehr, weil sie sich sicherer fühlen“, hofft er. 46 Personen darf er zurzeit im Saal Platz nehmen lassen, mit Abstand – 90 Plätze wären Vollbestuhlung.

Im mit neuer Lüftungsanlage ausgestatteten Theater dürfen seine Gäste mit Abstand und dank 2G auch ohne Masken sitzen – im Gegensatz zu anderen Häusern. Im Schauspiel und in der Oper etwa dürfen inzwischen alle Plätze belegt werden, aber alle müssen im gesamten Haus, auch am Platz sitzend, Maske tragen – zwei, drei Stunden lang. Es gilt 3G.

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