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Frankfurt: Angebote für wenig Geld

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Von: Steven Micksch

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Die neue Broschüre gibt viele Tipps für Familien mit kleinem Einkommen. Monika Müller
Die neue Broschüre gibt viele Tipps für Familien mit kleinem Einkommen. Monika Müller © Monika Müller

Das Frankfurter Bündnis für Familien erstellt eine Broschüre mit Tipps für Familien mit kleinem Einkommen. Sie erklärt auch, welche Zuschüsse man beantragen kann.

Welche Zuschüsse und sozialen Leistungen kann ich beantragen und vor allem wo? Was bringt eigentlich der Frankfurt-Pass oder die hessische Familienkarte? Antworten auf diese und noch viele weitere Fragen bietet nun die Broschüre „Frankfurt kann günstig“. Sie gibt auch einen Überblick über kostenfreie und günstige Angebote in der Stadt.

Unter dem Dach des „Frankfurter Bündnis für Familien“ hat die Arbeitsgruppe „Auskommen mit dem Einkommen“ jahrelang an den Inhalten des knapp mehr als 100 Seiten umfassenden Hefts gearbeitet. Zwölf Organisationen waren Teil der Arbeitsgruppe, unter anderem das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, der Kinderschutzbund, die Familienkasse, das Jobcenter, die Stiftung Waisenhaus, Caritas und Diakonie sowie das Kinderbüro.

Die grüne Broschüre mit dem kleinen roten Fuchs auf dem Cover – Frankie sein Name – bietet Adressen und Anlaufstellen in verschiedenen Lebensbereichen, etwa Kultur, Gesundheit, Lebensmittel oder Beratung. Die gesammelten Orte sollen es Familien erleichtern, kostenfreie und kostengünstige Angebote zu finden. Die Infos seien aber auch für Fachkräfte interessant, ist sich Stefan Schäfer, Geschäftsführer des Kinderschutzbunds, sicher. Sie seien ein wichtiger Schritt, um Familien in der Stadt zu unterstützen.

Das Heft

Die grüne , 105 Seiten dicke Broschüre gibt es bei allen Partnern der federführenden Arbeitsgruppe, etwa dem Kinderbüro (Schleiermacherstraße 7, Mo-Fr, 9 - 17 Uhr), AmkA-Info (Mainzer Landstraße 293, Mo-Mi, 11 - 17 Uhr), Haus der Volksarbeit oder Schultheater Studio Frankfurt.

Auch online herunterladbar unter www.bit.ly/ffmguenstig

Weitere Infos per Telefon unter 069/212 390 01 mic

Die Idee, etwas für Menschen mit kleinem Einkommen in der Stadt zu machen, gab es schon 2017 während des Frankfurter Familienkongresses. Die Arbeitsgruppe vertiefte in den folgenden Jahren die Pläne und sammelte konkrete Hilfestellungen. Die Idee, alles auf einer Internetseite zu bündeln, wurde später verworfen. Stattdessen sollte es eine Broschüre geben.

Darin finden sich Infos zu Restaurants mit günstigen Mittagstischen, zu kostenfreiem Tierfutter, preisreduzierten Kulturangebote, Deutschkursen oder Secondhandläden. Die Angebote richten sich oft an Menschen jeden Alters.

„Die Pandemie war für uns eine zusätzliche Motivation“, sagt Najim Boussouf von der Familienkasse, die Teil der Arbeitsgruppe ist. Während der Corona-Pandemie habe es weniger Beratungen geben können und der Bedarf nach günstigen Angeboten sei noch größer geworden.

Zunächst gab es nur eine kleine Testauflage der Hefte. Die vielen positiven Rückmeldungen darauf hätten die Gruppe bestärkt. Die erste Auflage umfasst nun 12 000 Exemplare. Es wird aber auch ein digitales Dokument kostenlos im Internet geben.

„Die Broschüre ist etwas, das lange Bestand haben wird“, sagt Susanne Feuerbach, Leiterin des Kinderbüros. Alle zwei Jahre soll es eine aktualisierte und vielleicht auch erweiterte Auflage geben. „Es gibt noch viele Ideen.“ Langfristig bräuchte es eine Datenbank für all diese Informationen.

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