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Frankfurt: Leiterin für Bauamt gefunden

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Von: Christoph Manus

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Sigrid Eichler, die neue Leiterin des Amts für Bau und Immobilien in Frankfurt.
Sigrid Eichler, die neue Leiterin des Amts für Bau und Immobilien in Frankfurt. Foto: Salome Roessler / lensandlight © Salome Roessler / lensandlight

Sigrid Eichler leitet jetzt das Frankfurter Amts für Bau und Immobilien. Die Aufgaben sind riesig, die Umstände herausfordernd. Doch die studierte Architektin weiß, worauf sie sich einlässt.

Fast zweieinhalb Jahre nachdem die Stadt Frankfurt den früheren Leiter Michael Simon von seinen Aufgaben entband, hat der Magistrat jetzt Sigrid Eichler mit der Leitung des Amts für Bau und Immobilien betraut. Die Aufgaben der studierten Architektin sind riesig. Das Amt mit rund 750 Beschäftigten, das im Jahr 2017 aus Hochbauamt, Liegenschaftsamt und Teilen des Stadtschulamts entstand, soll schnell mit hoher Qualität und zugleich günstig Kitas und Schulen bauen, sanieren und instand halten.

Es stemmte und stemmt aber auch Projekte, die unterschiedlicher kaum sein können: vom Bau des Historischen Museums und eines Blüten- und Schmetterlingshauses für den Palmengarten bis zum neuen Löwengehege für den Zoo. „Viele unserer Projekte sind absolute Prototypen, für die es keine Lösung nach Schema X gibt“, sagt die 62-Jährige.

Schwierige Zeit für städtische Bauprojekte in Frankfurt

Zugleich sind die Umstände für neue Vorhaben durchaus herausfordernd. Die Baukosten und Energiepreise sind stark gestiegen, Fachkräfte sind knapp, Flächen, zum Beispiel für neue Kitas, Schulen oder Sporthallen, zu finden, ist in Frankfurt extrem schwierig.

Angst habe sie vor ihrer Mammutaufgabe nicht, aber großen Respekt, sagt Eichler. Sie weiß sehr genau, worauf sie sich einlässt. Die Leitende Baudirektorin, die im Jahr 1998 nach Stationen bei Architekturbüros und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt begann, im städtischen Hochbauamt zu arbeiten, führt das Amt seit Simons Ausscheiden kommissarisch.

Bau und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) lobt, die Stadt habe mit Eichler eine weitere kompetente weibliche Führungskraft als Amtsleiterin gewinnen können. Diese kenne sich in den Strukturen des Amts bestens aus und könne ihr Fachwissen künftig an zentraler Position einbringen, um den städtebaulichen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

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