+
Das „Mühlberglädchen“ ist der amtierende Sieger und darf nicht vorgeschlagen werden. Im Bild: Inhaber Zoltan Ajkay.

Wettbewerb

Frankfurts Wasserhäuschen des Jahres gesucht

  • schließen

Der Wettbewerb von Frankfurter Rundschau und Binding geht in die nächste Runde.

Es ist wieder so weit: Die Frankfurter Rundschau und Binding suchen das Wasserhäuschen des Jahres. Nehmen Sie also teil an dieser Abstimmung mit Geschichte.

Aus einer Bierlaune heraus (kreative Wortspiele im zweiten Absatz des Textes machen sich immer gut) kamen ein paar Lokalredakteure der Frankfurter Rundschau vor fünf Jahren auf die Idee, die Leserinnen und Leser über das schönste Wasserhäuschen abstimmen zu lassen. Zu dieser Zeit war das „Orange Beach“ am nördlichen Mainufer gerade abgebrannt, und so kam es, dass das Wahlvolk Empathie bewies und sich dachte: Bestimmt klappt das mit dem Wiederaufbau besser, wenn die Macher wissen, dass sie Frankfurts schönstes Wasserhäuschen herrichten.

Das „Orange Beach“ gewann also die erste Auflage der Wahl, und womöglich wäre es dabei auch geblieben, wenn sich nicht Otto J. Völker gemeldet hätte. Völker ist Vorstand der Binding-Brauerei und hat ein großes Herz für Wasserhäuschen. Die Büdchen nämlich, so erzählt Völker gerne bei der jährlichen Preisverleihung, seien zum einen Nahversorger, zum anderen aber wichtige Treffpunkte für die Nachbarschaft. Kleine Stadtteilzentren sozusagen.

Völker also bot an, den ganzen Wettbewerb etwas professioneller aufzustellen als zuvor. Mit Preisgeld und Urkunde und allem, was zu einem Wettstreit der Buden gehört. Fortan gab es eine große Siegesfeier zu gewinnen – mit 500 Euro finanziert von Binding.

Oft knappe Ergebnisse

In den vergangenen Jahren hatten wir knappe Ergebnisse und strahlende Sieger. Pierre Skolik etwa. Er gewann mit seinem „Snack FM“ an der Eschweger Straße in Seckbach gleich zweimal und rührte uns mit der Geschichte der kleinen Mia, die Krebs hatte. Vom Büdchen aus organisierte Skolik eine Spendenaktion für das Kind. Seinen Titel nutzte er, um fleißig Werbung für die Wasserhäuschen-Kultur zu machen. „Weg vom Trinkhallen-Image“, lautete sein Credo.

Fast immer in der engeren Wahl war das „Gudes“ am Matthias-Beltz-Platz, ein Nordend-Büdchen mit Niveau, an dem auch schon der Eintracht-Podcast „Fußball 2000“ gedreht wurde. Und dann war da noch das „Mühlberglädchen“ am Wendelsweg in Sachsenhausen – der bislang letzte Sieger. Inhaber Zoltan Ajkay hatte lange ein schlechtes Gewissen, weil er ja kein Büdchen im klassischen Sinne betreibe. Schließlich gibt es im „Lädchen“ auch Sitzecken und warme Gerichte und Eintracht-Frankfurt-Fanartikel zu kaufen. Doch wie sagte der frühere FR-Chefredakteur Arnd Festerling bei der Preisverleihung. Das „Mühlberglädchen“ sei eben das Wasserhäuschen 2.0. Womit auch das geklärt wäre.

Die Wahl zum Wasserhäuschen des Jahres

Welche Bude ist am kultigsten? An welchem Wasserhäuschen gibt es das beste Bier? Welcher Kioskbesitzer kümmert sich am liebevollsten um seine Kunden? Die FR sucht gemeinsam mit der Brauerei Binding wieder Frankfurts Wasserhäuschen des Jahres. 

In der Vorrunde können Sie uns Ihren Favoriten nennen. Die drei Wasserhäuschen mit den meisten Zuschriften kommen ins Finale – zusammen mit drei Kiosken, die die Wasserhäuschen-Experten des Vereins Linie 11 benennen. In der Endrunde geht es dann um 500 Euro für eine Siegesfeier, die Binding auslobt. Und auch Sie können gewinnen: Unter allen Einsendungen verlosen wir drei FR-Tassen. 

Tragen Sie den Namen Ihres Favoriten ein auf: www.fr.de/wasserhaeuschen1 oder schreiben Sie uns eine Postkarte: Frankfurter Rundschau, Stichwort Wasserhäuschen, Frankenallee 71-81, 60327 Frankfurt. Das „Mühlberglädchen“ darf als amtierender Sieger nicht vorgeschlagen werden. Die Abstimmung läuft bis 13. Mai. 

Das könnte Sie auch interessieren: 

Elif Kalkan nimmt Abschied vom Büdchen in Sachsenhausen

„Ich kann nicht mehr“ - Elif Kalkan gibt nach fünf Jahren ihren Kiosk der Sachsenhäuser Holbeinstraße auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare