Kultur

Vorleser, die Frankfurt ausmachen

Oana Roseanu lässt Leute aus Mosebachs „Westend“ vortragen – mit Filmanteilen.

Vom Oberbürgermeister bis zum Obdachlosen, vom Roboter bis zum Wirt, vom Straßenfeger bis zum Schauspieler: Die Filmkünstlerin Oana Roseanu hat waschechte Frankfurter eingeladen, das Buch „Westend“ von Martin Mosebach vorzulesen. Es ist in diesem Jahr die Lektüre der Aktion „Frankfurt liest ein Buch“. Die Auswahl an Vorlesenden bei ihrer Veranstaltung „Ping Pong – Frankfurter*innen lesen ein Buch“ sei bunt, vielfältig und multikulturell. Für den 16. Mai, 19 Uhr, lädt sie ins Kulturhaus Frankfurt ein.

Sie habe unbedingt einen Beitrag zum Lesefest leisten wollen und die Idee Oberbürgermeister Peter Feldmann vorgetragen. „Er war dann das Zugpferd des Projekts – zum Glück! Denn als ich mich näher mit dem Roman befasst hatte, war klar, dass das kein einfaches Unterfangen sein würde“, sagt Roseanu. Ihre Leidenschaft ist der Film. Deshalb war für sie klar, dass die Lesung als Collage aus Live- und Filmelementen konzipiert würde. Die vorgelesenen Ausschnitte hat sie entsprechend so ausgewählt, dass die Handlung nachvollziehbar bleibt. Ihr ist wichtig, dass sie Frankfurt in seiner gesellschaftlichen Bandbreite abbildet.

„Ich habe die vorlesenden Personen recht persönlich danach ausgesucht, was für mich Frankfurt ausmacht“, erklärt Roseanu. So holt sie neben Frankfurter Größen wie Oberbürgermeister Feldmann auch Ilse Schreiber, Wurstimbissbesitzerin in der Kleinmarkthalle, oder den obdachlosen Eisenbahn-Reiner ans Buch. Beim Lesen gefilmt wurde unter anderem FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert, der eine Passage aus dem ersten Kapitel liest.

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