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Auf welche weiterführende Schule kommt ein Kind? Manche Eltern sind mit einer Zuweisung nicht zufrieden.

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Unerfüllter Schulwunsch: Stadtelternbeirat berät nicht mehr telefonisch

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Bei unerfülltem Schulwunsch steht der Stadtelternbeirat in Frankfurt telefonisch nicht mehr bei.

Verzweifelte oder verärgerte Eltern, die keinen Platz für ihr Kind an der weiterführenden Wunschschule erhalten haben, wird der Stadtelternbeirat nicht telefonisch beraten. In den vergangenen Jahren hat es immer zahlreiche Zuweisungen an Schule gegeben, oft suchten die Eltern dann bei ihm. In diesem Jahr werden sie nur den Anrufbeantworter erreichen. „Wir können den Zeitaufwand mit einer telefonischen Beratung nicht leisten“, sagt Silke Deselaers, Vorsitzende des Grundschulausschusses.

In der kommenden Woche verschicken die Schulen ihre Bescheide und teilen den Familien mit, wen sie in die fünften Klassen aufnehmen. Bei 600 Schülern hat es im vergangenen Jahr nicht mit der Wunschschule geklappt. 95 Gespräche seien damals mit Eltern geführt worden, berichtet Deselaers. „Ein Gespräch dauert 20 bis 30 Minuten – ich habe einen Beruf und Kinder und kann nicht so viel telefonieren.“ Sie glaubt aber, dass viele Ängste durch schlechte Informationspolitik entstanden seien. Der Stadtelternbeirat hat nun seinen Frage-Antwort-Katalog zum Übergang überarbeitet, er soll im Newsletter verschickt und auch per Ranzenpost an alle Viertklässlereltern gehen. „Wir hoffen, dass damit alle Fragen beantwortet sind.“

An den integrierten Gesamtschulen könnte es eng sein

Zudem geht Deselaers davon aus, dass es im Gymnasialbereich nicht so viele Zuweisungen geben wird. Der neue Standort des Adorno-Gymnasiums, das von Höchst im Sommer ins Westend zieht, werde etwa „sehr für Entspannung sorgen“, sagt sie. Mehr Eltern würden es vermutlich angewählt haben. Allerdings glaubt sie auch, es könnte an den integrierten Gesamtschulen eng werden.

Rat gibt es dann aber nicht vom Stadtelternbeirat. „Ich sehe, dass da eine Lücke entsteht“, sagt Deselaers. Deshalb hofft sie, dass das Staatliche Schulamt wie in den vergangenen Jahre eine Hotline für Eltern anbieten wird. Der Vorsitzende des Stadtelternbeirats Eckhard Gathof findet es allerdings „nicht gut, dass selbst keine telefonische Beratung angeboten wird“. Aber das sei mehrheitlich im Stadtelternbeirat so beschlossen worden. Gegen seine Stimme.

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