+
Auf dem Schotterbett soll am Montag ein Roboter arbeiten können.  

Baustelle

Frankfurt Goetheturm: Roboter helfen beim Wiederaufbau

  • schließen

Die Bauarbeiten am Goetheturm in Frankfurt haben begonnen und die Edelkastanie darf auch verwendet werden.

Die Oma läuft mit dem Enkel einmal um die Baustelle herum. „Wir sind hoffnungsfroh hierhergekommen, um zu schauen, ob auch was passiert“, sagt die Frau, die in der Nähe der Darmstädter Landstraße wohnt. Obwohl auf der Baustelle „Wendelsweg, Flurstück 6“ noch nicht viel zu sehen ist, kommen an diesem Freitag immer wieder Spaziergänger und Hundebesitzer vorbei, um mal zu schauen, ob er schon wieder steht, der neue Goetheturm.

Gut zwei Jahre nach dem Brand des Frankfurter Wahrzeichens im Stadtwald haben in dieser Woche endlich die Bauarbeiten begonnen. Art des Bauvorhabens: „Wiederaufbau Aussichtsturm in Holzbauweise“, heißt es unerhört nüchtern in einer Vorankündigung am Baustellenzaun. Dahinter passiert am Freitag nicht viel. Die beauftragte Baufirma bereitet das Gelände für die Arbeiten in der kommenden Woche vor. Dann soll der oberirdische Teil des Betonsockels abgetragen werden. Bauarbeiter legen das Betonfundament am Freitag frei und lassen Erde abtransportieren. Dann wird Schotter herangekarrt und abgeladen.

Frankfurt: Wiederaufbau des Goetheturms nicht nur mit Robotern

„Den brauchen wir für den Roboter, der am Montag kommt“, verrät einer der Arbeiter. Der Goetheturm selbst soll nicht von einem Roboter gebaut, wohl aber der alte Betonsockel mit modernster Technik abgetragen werden. „Mit einem Wasserstrahl“, sagt der Bauarbeiter noch, bevor er weitermachen muss.

Günter Murr, Sprecher des Baudezernats, weiß nichts von einem Roboter, wohl aber, dass es am Sockel des neuen Goetheturms sehr modern und „relativ staubfrei“ zugehen soll. Zwei bis drei Wochen soll der Roboter am alten Betonsockel nagen, bis dann die Arbeit am neuen Sockel beginnen kann. Bis zum Frühjahr soll das Fundament stehen.

Frankfurt und der Goetheturm: Noch kein Zeitplan für den Wiederaufbau

Über den Zeitplan der weiteren Baufortschritte kann Murr noch keine dezidierte Auskunft geben. Die Genehmigung der oberen Bauaufsicht im hessischen Wirtschaftsministerium stehe ja noch aus. Für den neuen Turm soll es Edelkastanie sein, und für diese Holzart gibt es beim Bauen keine Serienzulassung. Bei einem Anruf der FR im Wirtschaftsministerium hieß es am Freitag: „Der Bescheid ist bei uns raus, sie können anfangen.“

Dem Bau des 43 Meter hohen Edelkastanien-Goetheturms steht also nichts mehr im Wege. Die Holzkonstruktion sei zwar in wenigen Wochen aufgestellt, aber ob der Turm wie geplant im Mai schon wieder steht, will Murr noch nicht versprechen. Am Bauzaun heißt es in der Ankündigung: „Voraussichtliches Ende der Bauarbeiten: November 2020.“

Dann könnte immerhin der Weihnachtsmarkt am Goetheturm im nächsten Jahr auch wieder mit Goetheturm über die Bühne gehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare